Bundesministerium des Inneren

Ein Blick auf die Menschen hinter den Uniformen.

verweist auf: Polizei und Rettungskräfte - Stark für dich. Stark für DeutschlandLogo der Kampagne Quelle: BMI

Es ist einer der großen Kindheitsträume: Einmal Feuerwehrmann sein. Oder Polizistin. Eine tolle Uniform tragen, Menschen helfen und von allen Bürgerinnen und Bürgern respektiert und geachtet werden. 1,7 Millionen Feuerwehrleute, THW-Helfer, Polizisten und medizinische Rettungskräfte in Deutschland haben diesen Traum in die Realität umgesetzt. Sie sorgen jeden Tag für unsere Sicherheit. Sie helfen uns aus jeder Not und retten uns aus jedem Unglück - egal wie groß es ist. Sie sichern unserer Städte, unsere Rechte und unsere Freiheit.

Bundespolizistin Marissa

“Ich wünsche mir mehr Respekt gegenüber Frauen bei der Polizei.”

Stefanie, Bundespolizistin

Stefanie streift den Helm über und steigt in den Einsatzwagen. Was passieren wird, wenn sich die Türen öffnen, weiß Sie nicht. Jeder Einsatz ist eine Herausforderung. Gewalt gegen Einsatzkräfte trifft dabei besonders häufig Polizistinnen und Polizisten. Aber auch Rettungskräfte sind oft verbalen und körperlichen Angriffen ausgesetzt. "Drogenabhängige wollen sich oft nicht helfen lassen, schlagen um sich und spucken uns an", so Feuerwehrmann Laurent - einer von mehr als 30.000 hauptberuflichen Feuerwehrmännern und -frauen in Deutschland. Was er dann tue? Er zuckt mit den Schultern. "Dann weicht man eben aus, so gut es geht."

Oft ist die Realität der Einsatzkräfte weit entfernt von den rosaroten Kindheitsträumen - leider. Die Erlebnisse sind vielfach heftig und nur schwer zu verkraften. Die Bedingungen sind nicht selten extrem. Und im Einsatz setzen die Rettungskräfte schon mal ihr eigenes Leben aufs Spiel um das anderer zu retten.

Laurent der Feuerwehrmann erklärt, dass er nicht nur gegen Katastrophen kämpft, sondern immer auch gegen die Zeit: "Wenn der Pieper geht, muss es losgehen. Wir arbeiten im Team. Da zählen Konzentration und Routine. Du kannst nicht abwarten und langsam machen. Du musst was tun."

Es geht um Leben und Tod

Eine besondere Herausforderung für Polizei und Rettungskräfte ist der Umgang mit dem Tod. Notärztin Marissa hat ihren Beruf ergriffen, um Menschenleben zu retten. Aber täglich hat sie mit Menschen zu tun, die dem Tod näher stehen als dem Leben. Den Job könne man eigentlich nur machen, wenn man lernt, dem Tod mit Pragmatismus zu begegnen, sagt sie. "Du kommst dahin und siehst sofort, dass da jemand nicht mehr am Leben ist. Dann fängst du einfach an. Eine Reanimation einzuleiten ist kein Hexenwerk. Aber jemand muss es eben machen." Oft sind Reanimationen nicht erfolgreich. Daher freut sich Marissa umso mehr, wenn sie helfen konnte: "Wenn du den Menschen dann anschließend in die Klinik fährst und Tage später wiedersiehst – und der funktioniert dann wieder – das ist schon unbeschreiblich."

Feuerwehrmänner löschen brennende Autos Feuerwehrmänner löschen brennende Autos (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Feuerbekämpfung Quelle: BMI

Für Polizisten und Rettungskräfte ist es besonders wichtig, einen Weg zu finden, einschneidende Erlebnisse zu verarbeiten. Einige wollen nicht über das Gesehene reden. Für andere ist es wichtig, über das Erlebte sprechen zu können. "Es ist wichtig, dass man nicht alleine ist. Man hat sein Team und seine Freunde und Familie, die hinter einem stehen", so Notärztin Marissa.

"Am schlimmsten ist es, wenn Kinder involviert sind. Sogar ein 18-Jähriger ist am Ende immer noch ein Kind. Das ist ein Mensch, der sein ganzes Leben noch vor sich hat! Für diesen Menschen sollte die Zeit einfach noch nicht gekommen sein." Feuerwehrmann Laurent atmet tief durch.

Egal, ob Großbrände, Hochwasser, medizinische Notfälle oder Kriminalität: Rettungskräfte helfen kompromisslos. Ohne uns überhaupt zu kennen.

Verlinkt auf Youtube Video

Stark für dich. Stark für Deutschland. Dauer: 1:37 Min. Quelle: BMI

  • 22 Stunden

    Videodreh

  • 12 Stunden

    Material

  • 30 Sekunden

    TV-Spot

Ablehnung und Dankbarkeit

Polizistinnen und Polizisten stehen manchmal auch vor der Herausforderung, sich für die Menschen einsetzen zu müssen, deren Überzeugung sie nicht teilen. Bundespolizistin Stefanie macht deutlich: Es gibt beispielsweise einen Unterschied zwischen rechtsradikal zu sein und radikal das Recht schützen. "Ich schütze nicht die Meinung von Demonstranten. Ich bin oft nicht ihrer Meinung. Ich schütze das Recht. In diesem Fall das Recht demonstrieren zu dürfen. Und die Sicherheit aller derer, die darin verwickelt sind. Dafür halte ich meinen Kopf hin. Meine Aufgabe ist es Sicherheit zu produzieren und Menschenleben zu schützen. Und klar, dafür bringe ich mich in Gefahr." Im Jahr 2016 wurden in Deutschland etwa 13.000 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz verletzt.

Aber natürlich gibt es bei all dem auch positive Momente. Erlebnisse, die den Einsatzkräften etwas zurückgeben. Die dankbaren Eltern eines geretteten Kindes beispielsweise. Oder einfach das Gefühl, etwas Gutes und Richtiges getan zu haben. "Beim nächsten Einsatz hilfst du einer Frau, die von einem Mann bedrängt wird. Und wenn du dann anschließend diese Dankbarkeit spürst. Dann nimmst du abends auch was Gutes mit nach Hause", so die Bundespolizistin Stefanie. Das bestätigen fast alle Einsatzkräfte: Es gibt für sie nichts Schöneres als ein Danke und ein freundliches Lächeln.

Polizist Lutz sagt: "Der schönste Aspekt meiner Arbeit ist, dass man auch tatsächlich in der Lage ist, zu helfen. Dass man Dinge verändern kann. Dass man Dinge bewegen kann. Dass man für die Bevölkerung da sein kann."

Der Gesellschaft etwas zurückgeben

Bei den freiwilligen Feuerwehren sind in Deutschland fast eine Million Menschen aktiv. Und das THW besteht fast ausschließlich aus freiwilligen Helfern. Wer hier Einsatz zeigt weiß, dass eine Gesellschaft nicht funktionieren kann, wenn alle nur nehmen und niemand gibt. THW-Helfer Christian macht deutlich: "Wir leben in einer Gemeinschaft. Und in einer sicheren Umgebung. Dafür kann man auch mal etwas tun. Das kann jeder auf seine Weise machen. Die Gemeinschaft hat mir beispielsweise ermöglicht, zu studieren. Das gebe ich ihr jetzt zurück. Indem ich Dämme sichere und umgekippte Bäume aus Gefahrenzonen entferne. Das bringt mich immer wieder an meine Grenzen, aber am Ende weiß ich, ich habe etwas geleistet. Etwas für alle. Etwas mit Sinn."

Und am Ende sind es eben doch ein Traumberuf Feuerwehrmann oder Polizistin zu sein - trotz aller Widrigkeiten: "Ich kann mir nicht vorstellen, was anderes zu machen", so Feuerwehrmann Laurent.

THW-Helfer Christian

“Für die Gemeinschaft einzustehen, bedeutet mehr, als nur zu meckern. Man muss auch mal selbst was tun.”

Christian, THW-Helfer

Wenn Deutschland funktioniert, ist es immer auch diesen Menschen zu verdanken. Aber was vielleicht noch viel wichtiger ist: Wenn etwas aus dem Ruder läuft, sind sie es, die es richten, die uns retten und uns schützen. Die Tag für Tag keine Sekunde zögern.

Unsere Polizei, unserer Feuerwehr, unsere Helfer und unsere Rettungskräfte.

Die Motivation dieser "Blaulicht-Kämpfer" mag unterschiedlich sein, aber in Einem sind sich nahezu alle einig: Sie sind keine Helden. Sie tun nur, was getan werden muss.

Dafür sagen wir Danke!

Die Kampagne Stark für dich - Stark für Deutschland

  • 47

    echte Einsatzkräfte

  • 20.000

    Liter Wasser

  • 33

    kg Propangas