Bundesministerium des Inneren

Bundesinnenminister de Maizière lässt sich die Gesichtserkennung demonstrieren.
Meldung · Migration · 06.12.2017

Neue IT-Assistenzsyteme im BAMF

Bundesinnenminister de Maizière informiert sich im BAMF über neue Werkzeuge, die die Feststellung der Herkunft von Asylantragstellern unterstützen.

Heute hat Bundesinnenminister de Maizière das Bundesamt für Migration und Flücht-linge (BAMF) in Berlin besucht. Dort informierte er sich gemeinsam mit BAMF-Präsidentin Jutta Cordt über die neue IT-Assistenzsysteme, die seit dem 1. September 2017 in einer Pilotphase erfolgreich im BAMF getestet werden.

Ein Mann schließt ein Mobiltelefon an einen Computer an. Daneben stehen der Bundesinnenminister und weitere Personen. Ein Mann schließt ein Mobiltelefon an einen Computer an. Daneben stehen der Bundesinnenminister und weitere Personen. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Besuch im BAMF Bundesinnenminister de Maizière lässt sich zeigen, wie Handydaten ausgelesen werden.

Die IT-Assistenzsystem beinhalten Bildbiometrie, Sprachbiometrie, Namenstransliteration sowie das Auslesen von mobilen Datenträgern. Sie unterstützen bei der Identitätsfeststellung und -plausibilisierung von Asylantragstellern, indem sie Indizien in Bezug auf die Herkunft bzw. Staatsangehörigkeit der Antragsteller liefern.

Im Rahmen seines Besuchs betonte der Minister, wie viele das BAMF in den vergangenen zwei Jahren geleistet habe. "Durch Personalaufstockung und organisatorische Veränderungen wurden die Kapazitäten in nie dagewesener Weise gesteigert." Das BAMF treffe heute mittlerweile jeden Monat so viele Entscheidungen wie noch im gesamten Jahr 2013. Dafür gebühre den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern großer Dank.

Herkunft wesentlich für Asylentscheidung

Zentral sei jedoch, nicht nur die Zahl der Entscheidungen zu erhöhen, sondern auch die Qualität zu sichern, erklärte der Minister. Hier wurden in diesem und den vergangenen Jahren wichtige Verbesserungen erreicht und Weichen gestellt. Hierzu gehört beispielsweise die Einführung des Kerndatensystems, mit dem Mehrfachregistrierungen ausgeschlossen werden.

Eine zentrale Voraussetzung für ordnungsgemäße Verfahren und richtige Asylentscheidung sind zudem sichere Angaben zur Herkunft der Asylsuchenden. Da oft keine
Identitätsdokumente vorgelegt werden, stellt dies häufig eine besondere Herausforderung dar. "Deswegen sind technische Hilfssysteme entwickelt wurden, die eine viel bessere Auskunft geben über die Identität, die Herkunft und die Reisewege. Ich bin beeindruckt von diesen technischen Hilfsmitteln, die hier vorgestellt worden sind.", betonte der Minister.

Diese neuen Hilfsmittel seien auch ein Vorbild für andere europäische Staaten. Sie verbessern nicht nur die Qualität der Entscheidung sondern erhöhen auch die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, so de Maizière. Denn die Assistenzsysteme liefern wichtige Ansatzpunkte, um Ungereimtheiten zu erkennen und diesen gezielt nachzugehen.