Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Lutherdenkmal vor der Stadtkirche Quelle: BMI
Meldung · Heimat & Integration · 01.11.2017

Abschluss des Reformationsjubiläums

Gottesdienst und Festakt erinnern an den Beginn der Reformation in Lutherstadt Wittenberg.

Tausende von Menschen aus aller Welt kamen gestern in dem kleinen Städtchen Lutherstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt zusammen, um den 500. Jahrestag der Reformation zu feiern. Am 31. Oktober 1517 soll Martin Luther hier seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche genagelt haben. Die Thesen waren die Grundlage für die Reformation und haben die Welt verändert.

Neben Bundespräsident Steinmeier und Bundeskanzlerin Merkel nahmen zahlreiche weitere hochrangige Gäste aus Politik, Gesellschaft und Kirche an einem Festgottesdienst in der Schlosskirche teil. Auch Bundesinnenminister de Maizière und sein Staatssekretär Engelke besuchten die Festveranstaltungen.

Im Anschluss an den Gottesdienst würdigten Bundeskanzlerin Merkel, Ministerpräsident Haseloff und Kulturstaatsministerin Grütters im Rahmen eines Festaktes die Bedeutung der Reformation. "Mit seinen Thesen brachte Martin Luther einen Stein ins Rollen, der sich nicht mehr aufhalten ließ und die Welt für immer verändern sollte. Ob Politik und Recht, ob Sprache und Soziales, ob Kunst und Kultur – kaum ein Lebensbereich blieb von der von Martin Luther ausgelösten Reformation unberührt, und zwar weit über Deutschland und Europa hinaus." so die Bundeskanzlerin.

Die Bürgerinnen und Bürger feierten den Tag vor historischer Kulisse mit einem mittelalterlichen Marktspektakel und zahlreichen weiteren Veranstaltungen in der Stadt. Um der Bedeutung des Reformationsjubiläums Rechnung zu tragen, war der Reformationstag gestern einmalig ein bundesweiter gesetzlicher Feiertag.

Der Festakt am gestrigen Tag bildete den Abschluss der einjährigen Jubiläumfeierlichkeiten. Kulturstaatsministerin Grütters zog eine positive Bilanz: "Wohl selten zuvor haben sich so viele Menschen mit einem prägenden Ereignis der früheren Neuzeit und vor allem mit der Suche nach unseren Wurzeln und Werten befasst."