Bundesministerium des Inneren

Löschfahrzeuge Quelle: BBK
Meldung · Bevölkerungsschutz · 07.08.2017

Neueste Technik für den Zivil- und Katastrophenschutz

Bund übergibt 27 Fahrzeuge im Wert von über fünf Millionen Euro

Es ist ein eindrucksvolles Bild von Leistungsfähigkeit und neuester Technik im Katastrophenschutz: Im Beisein von über 300 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern übergaben der Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, Dr. Günter Krings und der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Christoph Unger gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr, Joachim Herrmann am Samstag insgesamt 83 Fahrzeuge des Zivil- und Katastrophenschutzes an Hilfsorganisationen und Freiwillige Feuerwehren in Bayern. 27 davon sind vom Bund bereitgestellte und finanzierte Spezialfahrzeuge, die einen Wert von insgesamt 5,63 Millionen Euro haben.

Bei der feierlichen Übergabe in Mühldorf am Inn sagte der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Krings:

"Bevölkerungsschutz ist Teamarbeit. Bund, Länder und Kommunen im Verbund mit den Feuerwehren und den Hilfsorganisationen arbeiten eng für den Bevölkerungsschutz zusammen. Heute sehen wir ein gutes Beispiel dafür: Hier stehen Einsatzfahrzeuge, die der Bund finanziert hat, Fahrzeuge und Ausstattung, die der Freistaat Bayern bereitstellt und viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, ohne die auch modernste Technik nicht weiterhelfen kann."

Fahrzeuge stärken integriertes Notfallvorsorgesystem in Deutschland

Gruppenfoto Gruppenfoto (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Fahrzeugübergabe Quelle: BBK Bayerische Innenminister Herrmann (2. v.r.) , Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Krings (Mitte) und BBK-Präsident Unger (rechts daneben) bei der Fahrzeugübergabe

Bei den vom Bund zur Verfügung gestellten Fahrzeugen handelt es sich um acht "Löschgruppenfahrzeuge Katastrophenschutz" (LF-KatS), vierzehn "Schlauchwagen Katastrophenschutz" (SW-KatS) und fünf "Gerätewagen Dekontamination Personal" (DekonP). Diese Spezialfahrzeuge sind für Zwecke des Zivilschutzes beschafft worden, können aber auch im Katastrophenschutz eingesetzt werden (sogenannter "Doppelnutzen"). Dazu wurden sie nun vom Freistaat Bayern an Freiwillige Feuerwehren und Hilfsorganisationen verteilt. Seit 2016 hat der Bund insgesamt 52 Fahrzeuge im Wert von rund zehn Millionen Euro an das Land Bayern übergeben.

"Damit kommt der Bund seiner Verpflichtung zur Ergänzung des Katastrophenschutzes der Länder nach", erklärte BBK-Präsident Christoph Unger. "Unsere Fahrzeugbeschaffungen und das zugrunde liegende Ausstattungskonzept stehen beispielhaft für das integrierte Notfallvorsorgesystem in Deutschland. Die Fahrzeuge des Bundes bewirken eine deutliche Stärkung des Systems." Und auch zukünftig sollen die Helferinnen und Helfer bei ihren Aufgaben von neuester Technik profitieren: "Der Bund unternimmt mit der Beschaffung von rund 400 neuen Brandschutzfahrzeugen erhebliche Anstrengungen, um die Lücke, die durch die verstärkte Aussonderung älterer Löschgruppenfahrzeuge des Bundes entstanden ist, möglichst rasch wieder schließen zu können", sagte Christoph Unger weiter.

Zuschlag für neue Technik ist bereits erteilt

Mit der zu Beginn dieses Jahres veröffentlichten Ausschreibung sind Bundesausgaben von 93 Millionen Euro für den ergänzenden Katastrophenschutz der Länder vorgesehen. Den Zuschlag für den Bau von 108 neuen LF-KatS und der Option über die Zulieferung weiterer 198 Löschgruppenfahrzeuge hat die Firma Rosenbauer Deutschland GmbH erhalten. Bis Anfang 2018 soll ein Musterfahrzeug vorgestellt werden, das dann in Serie geht. Die Entscheidung über den Zuschlag für die Lieferung von knapp 100 SW-KatS fällt im September. Bis 2020 sollen die rund 400 neu ausgeschriebenen Brandschutzfahrzeuge des Bundes ausgeliefert sein.

Ausstattungskonzept des Bundes

Das Ausstattungskonzept des Bundes umfasst 5.055 Fahrzeuge aus den Aufgabenbereichen Brandschutz, CBRN-Schutz, Sanitätsdienst und Betreuung. Zur Umsetzung des Konzepts stehen derzeit jährlich rund 53,5 Millionen Euro zur Verfügung, aus denen, neben den Investitionen, auch alle laufenden Kosten und die ergänzende Ausbildung der Einsatzkräfte finanziert werden.

Weitere Informationen

  • Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

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