Bundesministerium des Inneren

Drei verschwommene Personen (zwei Frauen und ein Mann) im Büro Quelle: YanLev / shutterstock.com
Meldung · IT & Digitalpolitik · 13.06.2017

Schutz personenbezogener Daten im Netz

Leitlinien für die rechtssichere Nutzung von Pseudonymisierungslösungen veröffentlicht

Im Rahmen des Nationalen Digital Gipfels hat die "Fokusgruppe Datenschutz" ein White-Paper veröffentlicht, das die Möglichkeiten der Pseudonymisierung im Rahmen der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) beleuchtet.

Nach DS-GVO sind Datenverarbeiter (also insbesondere Unternehmen) für den Schutz personenbezogener Daten verantwortlich. Die DS-GVO verlangt unter anderem Datenschutz durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen. Die Pseudonymisierung ist eine mögliche Methode zur Erreichung dieses Ziels.

Pseudonymisierung bedeutet vereinfacht ausgedrückt, dass Daten durch entsprechende Verfahren von ihrem Personenbezug befreit werden. Die Pseudonymisierung führt zu einer "Win-win"-Situation. Sie dient einerseits dem Schutz des Betroffenen, weil dieser nach Vornahme einer Pseudonymisierung nicht mehr so leicht identifiziert werden kann. Andererseits haben Unternehmen, die eine Pseudonymisierung durchführen, erweiterte Befugnisse zur Verarbeitung und Weiterverarbeitung dieser Daten.

Das nun veröffentlichte Whitepaper möchte in Form von Leitlinien praktische Impulse geben, wie eine Pseudonymisierung personenbezogener Daten datenschutzkonform realisiert werden kann. Auf Grundlage der entwickelten Leitlinien kann ein Code of Conduct erarbeitet werden, der mithilfe eines Anerkennungsverfahren bei der Europäischen Kommission für allgemein gültig erklärt werden könnte.


Das Whitepaper hat folgenden Inhalt:

  • Rechtliche Analyse der Vorgaben der DS-GVO für die Pseudonymisierung
  • Darstellung von Verfahren und technisch-organisatorischen Anforderungen an die Pseudonymisierung mit Beispielen zur Umsetzung von Verfügbarkeitsanforderungen
  • Darstellung von Anwendungsszenarien (Entertain TV, Direktmarketing, medizinische Forschungsprojekte)

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