Bundesministerium des Inneren

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière am Rednerpult Quelle: Henning Schacht
Meldung · Sicherheit · 16.06.2017

Rückkehr von schwierigen Auslandseinsätzen

Bundesinnenminister dankt Polizistinnen und Polizisten und deren Familien

Am 16. Juni wurden in einer Feierstunde aus dem Ausland zurückgekehrte Beamtinnen und Beamten der Polizeien des Bundes und der Länder sowie der Bundeszollverwaltung geehrt. Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr auch deren Familienangehörige, die den Alltag zu Hause während des Auslandseinsatzes allein bewältigen.

"Wir feiern heute eine Premiere. Nicht mit der Feierstunde selbst. Diese findet bereits zum achten Mal statt. Sondern mit der diesjährigen Gästeliste. Neben Ihnen - den nach Hause gekehrten Polizistinnen und Polizisten - haben wir heute Ihre Partnerinnen und Partner und Ihre Kinder zu Gast," so der Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière.

Aufgrund der kleinen Gäste fand die Feierstunde erstmals im Filmpark Babelsberg statt und bot den kleinen und großen Gästen vielerlei abwechslungsreiche Attraktionen von „Janoschs Traumland“ bis hin zur "Stuntshow im Vulkan".

Vor rund 950 Gästen würdigte der Minister neben den Leistungen der Polizistinnen und Polizisten auch das Engagement von deren Partnerinnen, Partnern und Kindern. Ohne den Rückhalt und die Unterstützung der Familien wäre die schwierige und oft auch gefährliche Arbeit in Krisengebieten nicht möglich.

De Maizière nutzte die Gelegenheit, auf die Bedeutung des Schutzes der Außengrenzen hinzuweisen: "Engagement in Krisengebieten allein reicht aber nicht aus. Um illegale Einreisen zu verhindern und Migration einem geordneten Verfahren zuzuführen, müssen die europäischen Außengrenzen wirkungsvoller geschützt werden", so der Minister. Erstmals hatten an der Feierstunde auch die Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus Einsätzen der europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache FRONTEX teilgenommen.

Christoph Buik von der Bundespolizei, seit September 2015 Leiter der Polizeikomponente der Mission der Vereinten Nationen in Somalia, und seine Ehefrau Katrin Buik-Mantsch schilderten in ihrer gemeinsamen Festrede, wie sie in den vergangenen 18 Jahren gemeinsam mehrere internationale Einsätze gemeistert haben. Für die Familie ende der Auslandseinsatz nicht mit der Rückkehr des Partners nach Hause - auch die Reintegration des Partners in das Familienleben zu Hause sei eine wichtige Herausforderung.

Derzeit beteiligt sich Deutschland mit rund 250 Beamtinnen und Beamten des Bundes und der Länder und der Bundeszollverwaltung an 17 mandatierten Friedensmissionen der VN, der EU, an bilateralen Polizeiprojekten und an mehreren FRONTEX-Einsätzen an den Europäischen Außengrenzen.