Bundesministerium des Inneren

Bundesinnenminister de Maizière bei seiner Eröffnungsrede Quelle: Dirk Enters
Meldung · Gesellschaft & Integration · 30.03.2017

500 Jahre Reformation und ihre Auswirkungen auf das Religionsverfassungsrecht

Fachpublikum würdigt im BMI die Entwicklung des Staatskirchenrechts von der Reformation bis zum Grundgesetz

Anlässlich des diesjährigen Jubiläums "500 Jahre Reformation" trafen sich heute etwa 170 Expertinnen und Experten zu einer wissenschaftlichen Fachtagung zum Staatskirchenrecht im Konferenzzentrum des BMI.

Unter dem Motto "Das deutsche Staatskirchenrecht: vom Reformationsfolgenrecht zum Religionsrecht der religiös-kulturell pluralen Gesellschaft" befassten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit verschiedenen Aspekten der rechtlichen Entwicklung.

Neben einer historischen Rückschau wurden vor allem auch gegenwärtige Herausforderungen wie "Organisations- und Statusfragen" oder das Thema "Religion in der Schule" erörtert. Darüber hinaus stand die Internationalisierung des Religionsrechts im Fokus.

Bundesinnenminister de Maizière positionierte sich in seiner Eröffnungsrede zum Verhältnis des Staates zur Religion in Deutschland. Dabei unterstrich er unter anderem die Bedeutung des friedlichen Zusammenlebens der Religion. Die Verantwortung hierfür tragen in erster Linien die Religionen selbst - und erst dann kommen ein Religionsrecht und ein Staat, der begleitet und gegebenenfalls eingreift, so de Maizière.

Das Symposium fand unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor Dr. Hans Michael Heinig (Leiter Kirchenrechtliches Institut der EKD) und Professor Dr. Ansgar Hense (Direktor Staatskirchenrechtliches Institut der Diözesen Deutschlands) statt.

Sie richtete sich vor allem an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Bereich des Religionsverfassungsrechts, Praktikerinnen und Praktikern aus der Bundes- und den Länderverwaltungen sowie alle andere Interessierten, die sich mit religionspolitischen Fragen befassen.

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