Bundesministerium des Inneren

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière mit allen Mitgliedern des Expertrates Demografie
Meldung · Gesellschaft & Integration · 03.11.2016

Perspektiven junger Migrantinnen und Migranten in Ausbildung und Beruf

Sechste Sitzung des Expertenrats Demografie befasste sich mit Chancen und Herausforderungen im Bildungsbereich

Am 2. November diskutierte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière im Rahmen des Expertenrats Demografie mit Wissenschaftlern und Publizisten über ausgewählte Aspekte der Demografiepolitik. Die Sitzung stand unter dem Thema "Zuwanderung nach Deutschland - Perspektiven junger Migrant(inn)en in Ausbildung und Beruf".

Zuwanderung ist ein wichtiger Einflussfaktor auf demografische Entwicklungen. Denn diese werden nicht nur durch Geburten- und Sterberate, sondern auch durch den Wanderungssaldo (die Differenz zwischen Zu- und Abwanderung) bestimmt. Dabei hat Zuwanderung nicht nur Auswirkungen auf Größe und altersmäßige Zusammensetzung der Bevölkerung, sondern in vielfältiger Hinsicht auch auf unser Zusammenleben. Nur, wer "angekommen" ist in unserer Gesellschaft, wird sich in dieser auch wohlfühlen und sich zum Wohl der Gesellschaft einbringen. Neben Spracherwerb tragen Bildung und Ausbildung maßgeblich zu einem gelingenden Ankommen bei.

Vor diesem Hintergrund erörterten die Experten die Chancen und Herausforderungen bestehender Bildungsangebote und deren Bedeutung für die gesellschaftliche Teilhabe von Zugewanderten. Nach Ansicht der Experten müssen gerade Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund nicht nur frühzeitig in das Kindergarten- und Schulsystem aufgenommen werden, sondern sollten eine systematische Sprachförderungen erhalten. Dabei zeigt die Erfahrung, dass ein zu hoher Migrantenanteil in Kitas und Schulen der Integration nicht dienlich ist. Zudem wäre ein größeres Angebot an freiwilligen Musik- oder Sportaktivitäten für die Förderung der Kinder hilfreich. "Gerade Kinder mit Flüchtlingshintergrund sollten jede Gelegenheit nutzen, um Deutsch zu reden. Und gerade Freizeitaktivitäten sind dabei besonders wichtig", so der Bundesinnenminister.

In Bezug auf die beruflichen Perspektiven von Migrantinnen und Migranten wurde angeregt, Flüchtlingen durch individuelle Förderung den Zugang zur Berufsausbildung und die daraus erwachsenden vielseitigen Möglichkeiten zu erleichtern.

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