Bundesministerium des Inneren

Sachbearbeiterzimmer im Ministerium des Innern der Deutschen Demokratischen Republik - 17. März 1950
Meldung · Ministerium · 24.10.2016

"An den Ergebnissen sollen alle teilhaben können"

BMI fördert studentisches Projekt zur Veranschaulichung der Ergebnisse des Forschungsprojekts zur Aufarbeitung der eigenen Nachkriegsgeschichte.

Das Bundesministerium des Innern fördert im Rahmen des Forschungsprojektes zur Aufarbeitung der Nachkriegsgeschichte beider deutscher Innenministerien ein studentisches Projekt zur Entwicklung einer virtuellen Ausstellung.

Die Studierenden des Studiengangs Public History der Freien Universität Berlin begleiten in diesem Rahmen die Forscherinnen und Forscher bei ihrer Arbeit und entwickeln in enger Zusammenarbeit mit dem Forschungsteam eine virtuelle Ausstellung, die explizit kein historisches Expertenwissen voraussetzt. Die Ergebnisse des Projekts sollen so fachwissenschaftlich abgesichert und trotzdem für ein wissenschaftlich nicht vorgebildetes Publikum verständlich und anschaulich erzählt werden. Die Fertigstellung der Ausstellung ist für Mitte 2017 geplant.

Dieses Projekt ergänzt das von Bundesminister des Innern, Dr. Thomas de Maizière, Ende 2014 ins Leben gerufene Forschungsprojekt zur Nachkriegsgeschichte des Bundesministeriums des Innern und des Ministeriums des Innern der DDR. Das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam führen das Projekt durch und untersuchen vor allem mögliche personelle und sachliche Kontinuitäten zur Zeit des Nationalsozialismus. Erste Ergebnisse wurden auf einer Tagung im November 2015 vorgestellt. Die Veröffentlichung der wissenschaftlichen Studie ist für 2018 geplant.

Bundesminister Dr. de Maizière: "Ich möchte, dass nicht nur die Fachwissenschaft, sondern alle Teile der Bevölkerung und gerade auch junge Menschen an den Ergebnissen des Forschungsprojekts zur Aufarbeitung der Nachkriegsgeschichte beider deutscher Innenministerien teilhaben können. Denn die Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit macht deutlich, dass Werte wie Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Toleranz gegenüber Andersdenkenden keine Selbstverständlichkeiten sind. Sie sind Errungenschaften, die nach 1945 neu erarbeitet werden mussten und deren Bestand und Legitimität auch heute immer wieder neu erkämpft werden müssen."

Weitere Informationen

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