Bundesministerium des Inneren

Business-Gespräch zwischen zwei Männern
Meldung · Öffentlicher Dienst · 19.04.2016

E-Vergabe endlich ganz einfach

Unternehmen können ab sofort noch einfacher an Ausschreibungen des Bundes teilnehmen

Die Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen, die am 18. April 2016 in Kraft getreten ist, schafft einige Erleichterungen für Bieter im Rahmen von öffentlichen Ausschreibungen des Bundes. So sieht das neue Gesetz etwa vor, dass die erforderlichen Vergabeunterlagen künftig frei zum Download verfügbar sein müssen.

Das Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern setzt die entsprechenden Änderungen in seinem Online-Portal e-Vergabe direkt um.

"Bisher war es oft so, dass potenzielle Bieter vor dem Aufwand einer Registrierung zurückschreckten und deshalb auch nichts über Ausschreibungen erfuhren, die für sie interessant gewesen wären", erklärt Dr. Birgit Settekorn, Direktorin des Beschaffungsamtes. "Jetzt kann jeder unverbindlich, kostenfrei und leicht zugänglich die Unterlagen einsehen, wodurch Ausschreibungen sicher einen größeren Bieterkreis erreichen. Das stärkt natürlich den Wettbewerb", so die Behördenleiterin weiter.

Eigenerklärung schafft zusätzliche Erleichterung

Eine weitere Erleichterung stellt die einheitliche europäische Eigenerklärung (EEE) dar: Mit dieser EU-weit standardisierten Erklärung können Unternehmen an Ausschreibungen teilnehmen, ohne alle rechtlichen und finanziellen Nachweise ihrer Eignung schon bei Abgabe ihres Angebots liefern zu müssen.

Das Beschaffungsamt und andere Vergabestellen akzeptieren die EEE ab sofort.

Beschaffungsamt plant weitere Verbesserungen

Das Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern plant darüber hinaus noch weitere Schritte, um den Wettbewerb zu stärken.

Einen zusätzlichen Vorteil haben Nutzer des e-Vergabe-Portals etwa bereits ab dem 18. April 2016: den Anschluss der gesamten unmittelbaren Bundesverwaltung – also aller Bundesministerien und den ihnen zugeordneten Behörden. Das bedeutet für Bieter eine größere Anzahl an Ausschreibungen und damit auch an potenziellen Aufträgen.

Weiterhin arbeitet das Beschaffungsamt derzeit an einem neuen Angebotsassistenten, der Anfang 2017 zum Einsatz kommen soll und über das Internet genutzt werden kann. Der neue Web-Service erspart weitestgehend die bisher erforderliche Installation spezieller Software auf dem eigenen Rechner und reduziert so technische Hürden.

"Je mehr wir die Vergabeverfahren entbürokratisieren, desto größer wird die Bieterbasis. Das nutzt sowohl dem Markt als auch den öffentlichen Haushalten", so Settekorn.

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