Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Eine Hand in einem schwarzen Handschuh versucht eine Tür mit einem rotem Brecheisen zu öffnen Quelle: sdecoret / shutterstock.com
Meldung · Sicherheit · 19.11.2015

Neues Förderprogramm zum Einbruchschutz

Am 19. November 2015 startet das von BMUB, BMI und dem Deutschen Forum Kriminalprävention gemeinsam entwickelte Förderprogramm zum Einbruchschutz.

Die Umsetzung des Programmes wird durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau erfolgen.
Mit dem Programm reagiert die Bundesregierung auf die steigenden Zahlen bei den Wohnungseinbruchdiebstählen. Hierzu sind neben Anstrengungen zur Intensivierung der Strafverfolgung auch präventive Maßnahmen nötig. Ein wichtiger Baustein ist hierbei der bauliche Einbruchschutz; bislang nutzen 70 Prozent der Haushalte in Deutschland keine zusätzliche Sicherheitstechnik zum Schutz gegen Einbruch. Zielgruppe sind auch und vor allem Mieter und selbstnutzende Eigentümer.

Hierzu der Bundesminister des Innern, Dr. Thomas de Maizière:
"Das neue Programm unterstütze ich ausdrücklich, denn eins ist klar: Einbruchschutz wirkt! Wir unterstützen hiermit die Bürgerinnen und Bürger dabei, ihr Heim sicherer zu machen. Im Blick haben wir dabei auch die Mieter, die bei den bestehenden Förderprogrammen nicht im Fokus standen. Das Wichtigste ist und bleibt jedoch die Strafverfolgung und eine kluge Auswertung von Einbruchmustern. Auch das Bundeskriminalamt hat sich mit einem neuen Konzept aufgestellt, wir sehen erste größere Fahndungserfolge. Es reicht nicht, Einbruchdiebstahl lokal zu verfolgen, sondern wir müssen bundesweit und auch mit unseren europäischen Nachbarn eng zusammen arbeiten. So werden wir schaffen, die Zahl der Wohnungseinbrüche zu reduzieren, die Aufklärungsquote zu steigern und mehr Täter zu fassen."

Die Eckpunkte im Einzelnen:

  • Antragsberechtigt sind Eigentümer und Mieter.
  • Gefördert werden Investitionen von mindestens 2.000 Euro bis maximal 15.000 Euro.
  • Der Fördersatz beträgt 10 Prozent, die Zuschusshöhe beträgt zwischen 200 Euro und 1.500 Euro.
  • Förderfähig sind u.a. der Einbau und die Nachrüstung einbruchhemmender Haus- und Wohnungseingangstüren, der Einbau von Nachrüstsystemen für Fenster (z. B. Pilzkopfverriegelungen, drehgehemmte Fenstergriffe), der Einbau einbruchhemmender Gitter und Rolläden und von Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen.
  • Die Arbeiten sind durch ein Fachunternehmen auszuführen.

Weitere Informationen (beispielsweise zu den technischen Mindestanforderungen) finden sich auf der Internetseite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (www.kfw.de/einbruchschutz).

Weitere Informationen

  • Gemeinsam Zeichen gegen Wohnungseinbrüche setzen

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