Bundesministerium des Inneren

Meldung · Öffentlicher Dienst · 15.09.2015

Für eine zukunftsweisende und nachhaltige Geoinformationspolitik

Nationale Geoinformations-Strategie von Bund, Ländern und Kommunen beschlossen

Das nationale Geoinformationswesen ist eine zentrale Gemeinschaftsaufgabe. Geoinformationen werden für raumbezogene Entscheidungsprozesse in allen gesellschaftlichen Gruppen wirkungsvoll eingesetzt, in vollem Umfang wirtschaftlich rentabel und wertschöpfend erhoben und genutzt. Sie helfen, nationale Interessen zu unterstützen und Verpflichtungen zu erfüllen.

Um die deutsche Geoinformationspolitik nachhaltig und zukunftsweisend zu gestalten und die gesamte Komplexität des Themas in den Blick zu nehmen, bedarf es einer gemeinsamen strategischen Herangehensweise. Aus diesem Grund hat das Lenkungsgremium Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) die Nationale Geoinformations-Strategie (NGIS) entwickelt, die nun von Bund, Länder und Kommunen im Lenkungsgremium GDI-DE beschlossen wurde.

Die NGIS richtet sich an alle Akteure, die Geoinformationen erheben, führen, bereitstellen oder nutzen. Die Aufstellung erfolgte daher auch unter Beteiligung der Wirtschaft und der Wissenschaft sowie Anfang 2015 mit einem breit angelegten öffentlichen Online-Beteiligungsverfahren.

Die NGIS bildet mit ihren drei maßgeblichen Zielstellungen

  1. Grundversorgung sichern
  2. Mehrfachnutzung erleichtern und
  3. Innovationen fördern

ein wesentliches Fundament des Standortvorteils Deutschland. Diese Ziele sollen über alle föderalen Ebenen hinweg gemeinsam erreicht und damit ein Beitrag zur Sicherung der nationalen Souveränität geleistet werden. Politik und alle Akteure sind aufgerufen, im partnerschaftlichen Dialog zur Umsetzung der NGIS beizutragen.

Zielstellungen der Nationalen Geoinformations-Strategie Zielstellungen der Nationalen Geoinformations-Strategie (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) NGIS Zielstellungen der Nationalen Geoinformations-Strategie

Das weitere Vorgehen zur Umsetzung der NGIS wurde am 15. September 2015 in einer Podiumsdiskussion im Rahmen der INTERGEO (Kongress und Fachmesse für Geodäsie Geoinformation Landmanagement) mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bund, Ländern und Kommunen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und bewertet. So diskutierten nach einem Impulsvortrag des Vorsitzenden des Lenkungsgremiums GDI-DE, Dr. Friedrich Löper, Dr. Georg Thiel (Moderation/BMI), Dieter Heß (Mitglied Lenkungsgremium GDI-DE), Hilmar von Lojewski (Beigeordneter Deutscher Städtetag), Prof. Dr. rer. nat. Andreas Wytzisk (Hochschule Bochum), Michael Bültmann (HERE Deutschland GmbH) und Claus Krinke (Ansprechpartner der Ministerkonferenz für Raumordnung für die GDI-DE).

Die Diskussion hat dabei vor allem gezeigt, dass noch viele Fragen im Detail zu klären sind. Dennoch sieht man sich auf einem guten Weg, die Rahmenbedingungen gemeinsam weiterzuentwickeln. Wie bereits in der NGIS festgehalten, werden grundlegende Maßnahmen unter Federführung des Lenkungsgremium GDI-DE definiert und realisiert. Weitere spezifische Maßnahmen werden von den einzelnen Akteuren in eigener Verantwortung umgesetzt und bei Bedarf über das Netzwerk GDI-DE abgestimmt.

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