Bundesministerium des Inneren

Dr. Jörg Bentmann bei der abschließenden Podiumsdiskussion in Mönchengladbach Quelle: Nina Cottrell
Meldung · Gesellschaft & Integration · 12.05.2015

25 Jahre Freiheit und Einheit

Dialogreihe Deutschland 2015: Unser Land - unsere Zukunft zu Gast in Mönchengladbach

Anlässlich der Jubiläen von 25 Jahren Mauerfall und Deutscher Einheit hat das Bundesministerium des Innern in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung Bürgerinnen und Bürger zum Dialog eingeladen. In Anlehnung an die Ausrufe "Wir sind das Volk! Wir sind ein Volk!" will die Dialogreihe "Deutschland 2015: Unser Land – unsere Zukunft" dabei vor allem den Fragen nachgehen: "Was für ein Volk sind wir? Was für ein Volk wollen wir in Zukunft sein?"

Am 12. Mai 2015 wurde mit Bürgerinnen und Bürgern an runden Tischen zum Thema "Deutschland innovativ – zwischen Transformationsdruck und Problemlösungskompetenz" in Mönchengladbach diskutiert. Der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Günter Krings äußerte sich dazu im Vorfeld wie folgt: "Als Gesellschaft brauchen wir Innovationen, um Wachstum und Wohlstand zu erhalten und um zukünftige Herausforderungen zu meistern. Die Fragen, wie gesellschaftlicher Wandel entsteht, wodurch Innovationen begünstigt werden, welche aktuellen Treiber und Hemmnisse es gibt und welche Rahmenbedingungen eine Gesellschaft benötigt, um Veränderungen offen gegenüber zu stehen, sind daher elementar, wenn es um die Zukunft unseres Landes geht - Das war vor 25 Jahren nicht anders als heute."

An dem die Veranstaltung abrundenden Podiumsgespräch in Mönchengladbach nahmen Dr. Sabine Bergmann-Pohl (ehem. Präsidentin der Volkskammer), Timo Köster (Geschäftsführer der Zukunftsakademie Nordrhein-Westfalen), Prof. Dr. Peter Russo (Direktor des Instituts für Transformation in Business and Society), Jens-Uwe Sauer (Geschäftsführer bei Seedmatch GmbH) und Dr. Jörg Bentmann (Abteilungsleiter im BMI) in Vertretung für den Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Günter Krings teil.

Dr. Jörg Bentmann bei der Gruppendiskussion an runden Tischen in Mönchengladbach Dr. Jörg Bentmann bei der Gruppendiskussion an runden Tischen in Mönchengladbach (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Deutschland 2015 Quelle: Nina Cottrell Dr. Bentmann bei der Gruppendiskussion in Mönchengladbach

Der inhaltliche Fokus der Veranstaltung insgesamt lag auf den durch die Megatrends Digitalisierung, Globalisierung, Migration und Individualisierung ausgelösten gesellschaftlichen Veränderungen. Im Zentrum stand hierbei vor allem die Frage nach den notwendigen Rahmenbedingungen, um gesellschaftliche Veränderungsprozesse positiv gestalten zu können.

Auch die ostdeutsche Revolution von 1989 zeugte in überragendem Maße von der Veränderungskraft der Bürgerinnen und Bürger. "Sie ist Sinnbild dafür, dass die Deutschen, egal ob im ehemaligen Osten oder Westen, gesellschaftlichen Wandlungsprozessen engagiert begegnen und ein hohes Maß an Veränderungskompetenz haben. Dies belegen die Veränderungen von damals bis heute und machen Mut für die Zukunft", sagte Dr. Jörg Bentmann.

Bei der Veranstaltung in Mönchengladbach wurde verschiedentlich deutlich gemacht, dass Veränderung und gesellschaftlicher Wandel heute stetige Begleiter sind. Dies kann durchaus gewisse Anstrengungen erfordern und schafft möglicherweise auch Ängste. Verlässliche Rahmenbedingungen durch die Politik können Veränderungen beherrschbar machen und eine stabile Basis für die Werte sein, die eine Gesellschaft als Ganzes erhalten möchte.

Dr. Jörg Bentmann sagte hierzu im Podiumsgespräch: "Veränderung ist unser stetiger Begleiter geworden. Wir müssen lernen, damit umzugehen, sie als Chance und nicht als Risiko begreifen, um Entwicklungen in unserem Sinne zu gestalten. Regulierung und Freiheit in Einklang zu bringen, ist dabei die Grundlage für Innovationen und gesellschaftliche Entwicklung."

In den Gesprächen an den Tischen wurde disktutiert, dass ein Land, um innovativ zu bleiben, Bürgerinnen und Bürger benötigt, die lebenslang lernen, sich fortbilden, verschiedene Sprachen sprechen und wissen, wie es sich anfühlt, im Ausland fremd zu sein. Besonders wichtig sei das Engagement des Einzelnen - im Ehrenamt, so die Meinung der Teilnehmenden, finden Innovation und sozialer Wandel besonders statt bzw. werden auf besondere Weise gestaltet. Die Forderung nach kommunalen Stellen, die das ehrenamtliche Engagement koordinieren, fand Zuspruch.

Insgesamt wurde im Rahmen der Veranstaltung deutlich, dass Deutschland in den Wendejahren eine positive Sicht auf Veränderungen hatte und gesellschaftliche Wandlungsprozesse mit viel Engagement und Solidarität gemeistert hat.

Heute gilt es vor allem aufkommende Ängste, Vorbehalte und Skepsis gegenüber gesellschaftlichen Entwicklungen auf und die sich daraus ergebenden Fragen ernst zu nehmen. So können Ängste und Vorbehalte gegenüber Veränderungen abgebaut werden. Das Ausbalancieren von Freiheit und Regulierung ist der schmale Grat, der benötigt wird, um Innovationen in allen Bereichen zu ermöglichen und positiv Veränderungen gegenüber zu stehen.

Die Veranstaltungsreihe wurde vom ARD-Hörfunkjournalisten Wolfram Stahl moderiert. Weitere Hinweise zu den Veranstaltungen finden Sie unter: www.bpb.de/unser-land-unsere-zukunft

Weitere Informationen

  • "Deutschland innovativ – zwischen Transformationsdruck und Problemlösungskompetenz"

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  • Internetangebot der Bundesregierung

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  • Bundeszentrale für politische Bildung: Dossier Deutsche Einheit

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