Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Satellitenansicht der Erde Quelle: Anton Balazh/shutterstock.com
Meldung · Moderne Verwaltung · 13.08.2014

Wichtige Kooperation im Bereich des Fernerkundungswesens

Bundesinnenminister de Maizière im Gespräch mit Vertretern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.

Gegenstand des Austauschs zwischen dem Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière und dem Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner waren u.a. die Nutzung von Fernerkundungsdaten in Krisenfällen und zur Unterstützung der zivilen und polizeilichen Sicherheit.

Nach einem zum 1.Januar 2013 mit dem DLR geschlossen Rahmenvertrag kann das Bundesinnenministerium für sich und seine Geschäftsbereichsbehörden Fernerkundungsdaten vom Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) abrufen. Das ZKI wurde 2004 vom DLR gegründeten. Seine Aufgabe ist die Bereitstellung eines Rund-um-die Uhr-Service für die schnelle Beschaffung, Aufbereitung und Analyse von Satellitendaten, insbesondere in Krisenfällen.

Die Leistungen des ZKI wurden etwa während der Hochwasserlage in Deutschland im Sommer 2013 vielfach nachgefragt. Das DLR erstellte im Auftrag des BMI über 50 Karten- und Analyseprodukte zur Unterstützung der Krisenbewältigung. Besonders wertvoll für den Bevölkerungsschutz waren Informationen, die durch DLR-Luftbilder in Bayern gewonnen werden konnten.

Auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und das Technische Hilfswerk (THW) nutzen die durch das ZKI zur Verfügung gestellten Luft- und Satellitenbilddaten in Form von Karten bei großflächigen Katastrophen im In- und Ausland u.a. zur Voreinschätzung der Lage.