Bundesministerium des Inneren

Bundesinnenminister de Maizière mit den Vertretern der islamischen Verbände Quelle: BMI
Meldung · Gesellschaft & Integration · 24.03.2014

Wohlfahrt und Seelsorge sind die neuen Schwerpunktthemen der DIK

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière trifft sich zu einem weiteren Gespräch mit islamischen Verbänden zur Vorbereitung der DIK.

Wie beim Auftaktgespräch im Januar vereinbart, wurde im Rahmen des zweiten Treffens das Programm für die künftige Arbeit der Deutschen Islam Konferenz (DIK) verabschiedet und das weitere Vorgehen abgestimmt. "Wir wollen gemeinsam die gute Tradition der Deutschen Islam Konferenz fortsetzen. Die Deutsche Islam Konferenz soll ein großes Gesprächsforum mit und für den Islam in unserer Gesellschaft sein", erklärte der Bundesinnenminister auf der gemeinsamen Pressekonferenz im Anschluss an das Gespräch. Schwerpunktthemen der künftigen Zusammenarbeit werden die Wohlfahrtspflege und die Seelsorge sein.

Im Bereich der Wohlfahrt soll besonderes Augenmerk auf die Altenpflege gelegt werden. "Die Gruppe der über 65-jährigen Menschen mit Migrationshintergrund, wovon viele muslimischen Glaubens sind, zählt zu den am schnellsten wachsenden Bevölkerungsgruppen in Deutschland", erläuterte de Maizière. Ein weiteres Schwerpunktthema aus dem Bereich der Wohlfahrtspflege wird die Kinder- und Jugendarbeit sein. Außerdem soll erörtert werden, ob Bedarf für die Gründung eines islamischen Wohlfahrtsverbandes besteht.

Die Arbeit der DIK soll konzentriert und gestrafft werden. Die anstehenden Themen sollen künftig nicht mehr parallel, sondern nacheinander abgearbeitet werden. Auf Arbeitsebene wird es nur noch ein Gremium (Arbeitsausschuss) geben, das Empfehlungen für das politische Gremium, den sog. Lenkungsausschuss erarbeitet. Dabei sollen verschiedene Experten aus Wissenschaft und Praxis, Kirchen und Wohlfahrtsverbänden einbezogen werden. Durch regelmäßige öffentliche Konferenzen sollen Themen und Ergebnisse transparent gemacht und Impulse für die Arbeit der DIK aufgenommen werden.

Am heutigen Gespräch haben neun Verbände teilgenommen, die auch in der DIK vertreten sein werden. Neben den Verbänden, die bereits am Auftaktgespräch teilgenommen hatten, waren auch der IRD (Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland e.V.) sowie die AMJ (Ahmadiyya Muslim Jamaat) beteiligt.

• Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ)
• Alevitische Gemeinde Deutschlands (AABF)
• Islamische Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland - Zentralrat e.V. (IGBD)
• Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland e.V. (IRD)
• Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD)
• Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB)
• Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ)
• Zentralrat der Marokkaner in Deutschland e. V. (ZMaD)
• Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD)

Weitere Informationen