Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Krämer, Schmidt, Röber, Singer, Nerius, Schukow, Friedrich und Fischer  (v.l.n.r.) Quelle: Frank May
Meldung · Sport · 09.12.2013

Fair Play Preis des Deutschen Sports 2013

Am 6. Dezember 2013 nahmen die Fair Play Preisträger 2013 in Wiesbaden ihre Auszeichnungen entgegen.

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich, DOSB-Präsident Hans-Peter Krämer und der Vizepräsident des Verbandes der Deutschen Sportjournalisten, Dr. Christoph Fischer, haben am 6. Dezember 2013 gemeinsam mit den Nationalen Botschaftern für Fair Play und Toleranz, Steffi Nerius und Rainer Schmidt, den Fair Play-Preis des deutschen Sports 2013 verliehen. Unter den Gästen der Preisverleihung befanden sich auch der Ministerpräsident des Landes Hessen, Volker Bouffier und der IOC-Präsident Dr. Thomas Bach.

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich, IOC-Präsident Dr. Thomas Bach und der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich, IOC-Präsident Dr. Thomas Bach und der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Verleihung des Fair Play Preises des Deutschen Sports 2013 Quelle: Frank May Bundesminister Friedrich, IOC-Präsident Bach und Ministerpräsident Bouffier

Bundesminister Friedrich zeigte sich von dem bemerkenswerten Engagement der Preisträger im Bereich des Fair Play beeindruckt und wies darauf hin , dass "alle Tugenden, die den Sport auszeichnen, auch Tugenden sind, die eine funktionierende Gesellschaft ausmachen." Fischer zeigte sich überzeugt, dass das Thema Fair Play auch unabhängig von Preisverleihungen in den Medien weiter an Bedeutungen gewinnen wird, während DOSB-Präsident Kramer die gemeinsame Vergabe des Preises durch Bundesregierung, Sport und Medien als starkes Signal wertete, von dem man auch eine Impulswirkung in die Gesellschaft hinein erhoffen könne.

Der Fair Play Preis des Deutschen Sports wurde 2013 erstmals gemeinsam vom Bundesministerium des Innern, dem Deutschen Olympischen Sportbund und dem Verband Deutscher Sportjournalisten ausgelobt. Mit dem Preis werden Personen, Vereine und Initiativen ausgezeichnet, die sich im Bereich des Fair Play besonders stark engagieren. Dabei sind die Preisträger Vorbilder für andere und geben Fair Play und tolerantem Umgang untereinander ein Gesicht.

Die Preisträger

Der Fair Play Preis des Deutschen Sports wurde im Jahr 2013 an den russischen Leichtathletik-Kampfrichter Andrej Schukow und den Fotografen Kai Pfaffenbach für ihren gemeinschaftlichen Einsatz bei der Leichtathletik-WM sowie an den VfB Oldisleben ergeben.

Schukow und Pfaffenbach erhielten die Auszeichnung in der Kategorie "Sport", weil sie bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2013 in Moskau durch sportlich-faires und unbürokratisches Verhalten dafür gesorgt haben, dass der vierte Versuch des deutschen Kugelstoßers David Storl gewertet wurde, nachdem er zunächst ungültig gegeben worden war. Mit einer Bildfolge bewies Pfaffenbach, dass Storl bei diesem Versuch nicht (wie zunächst angenommen) auf den Balken getreten hatte. Der übergeordnete Kampfrichter Schukow entschied dann nach Ansicht der Bildfolge, dass der Versuch gültig sei und verhalf Storl damit zur Goldmedaille.

Der VfB Oldisleben e.V. wurde mit dem Sonderpreis ausgezeichnet, weil er sich konsequent auf allen Ebenen für ein faires Miteinander auf und neben dem Platz einsetzt. Neben verschiedenen Schulungs-Initiativen für seine Beschäftigten und ehrenamtlich Tätige gehört auch ein Fair Play-Jahresabschlussturnier zum Vereinsleben. Hier wird u. a. nach besonderen, jeweils neu verhandelten Regeln ohne Schiedsrichter gespielt, bei deren Einhaltung Sonderpunkte vergeben werden. Ein weiteres Resultat der Fair Play-Bemühungen: Die 1. Fußball-Männermannschaft wurde in den Jahren 2010, 2011 und 2012 Fair Play-Sieger ihrer Liga.

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