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PRESSEMITTEILUNG Öffentlicher Dienst Pressemitteilung 07.05.2012 Ide­en­wett­be­werb "Ver­ges­sen im In­ter­net"

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich zeichnet die kreativsten Beiträge aus

Wissensmehrung, Meinungsvielfalt und unbegrenzter Informationszugang, aber auch Cybermobbing, Shit-Storms und peinliche Partyfotos: Das Internet vergisst nicht. Der vom Bundesministerium des Innern und acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften ausgelobte Ideenwettbewerb "Vergessen im Internet" hat eine breite Debatte um die Verfügbarkeit von Informationen im Netz angestoßen. Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich hat heute in Berlin die Sieger des Wettbewerbs gekürt. Ausgezeichnet wurden sieben aus über 100 Einsendungen: vom YouTube-Clip bis zur analogen und mit der Schreibmaschine kommentierten Fotomappe. Die Hauptpreise waren mit jeweils 5.000 Euro dotiert.

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich nahm die Preisverleihung vorBild vergrößernDr. Friedrich verlieh die Preise Quelle: BMI/Hans-Joachim M. Rickel

Schüler, Studenten, Unternehmen und Privatpersonen haben ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und in den drei Wettbewerbskategorien "Bewusstsein schärfen", "Umgangsformen und Regeln" und "Technik des Vergessens" zahlreiche Beiträge in den unterschiedlichsten Formaten eingereicht - von Essays, Gedichten, Collagen, Videos und technischen Konzepten bis hin zu wissenschaftlichen Abhandlungen.

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Die Hauptpreise gingen an:

  • Andreas Ebert und Steffen Horstmannshoff für ihren YouTube-Film über eine Party mit unverhofft vielen Gästen
  • Alexandra Person für ein mit Schreibmaschine und Schere erstelltes Album, das auf mögliche Konsequenzen im Umgang mit dem Internet aufmerksam macht
  • der Kurs "Präsentieren" der Freiherr-von-Stein Grund- und Gemeinschaftsschule Kiel für ihre Hefte, Plakate und Posterreihe "Ein Elefant vergisst nie - Regeln für den Umgang mit dem Internet"
  • Sebastian Sterz für seine Webseite www.melting-link.com, mit der sich Informationen mit Hilfe eines "schmelzenden" Links für einen vom Nutzer frei wählbaren Zeitraum online stellen lassen

"Jeder muss wissen, dass das Internet nicht vergisst und Informationen im Netz auf Dauer verfügbar bleiben - und zwar regelmäßig auch dann, wenn sie am ursprünglichen Ort längst gelöscht sind. Rechtliche Regelungen stoßen daher an Grenzen. Jeder sollte sich aktiv damit auseinandersetzen, welche Informationen er von sich ins Netz stellt und - auch darüber müssen wir diskutieren - welche Informationen über andere er preisgibt", erklärte Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich.

Prof. Dr. Henning Kagermann, Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften, ergänzte: "Der Erfolg des Wettbewerbs zeigt: Wir haben in Deutschland erheblichen Diskussionsbedarf über die Regeln, Techniken und die Kultur der Internetnutzung. Ich bin begeistert, dass sich so viele Jugendliche mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Denn es ist die junge Generation der Digital Natives, die eine neue Kultur für den Umgang miteinander im Netz schaffen müssen. Die Bandbreite der Beiträge zeigt, dass die Ideen dafür noch lange nicht ausgeschöpft sind."

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