Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Rollstuhlfahrer hält Basketball in der Hand Quelle: RioPatuca/shutterstock
Artikel · Sport

Förderung des Spitzensports der Menschen mit Behinderungen

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat bekennt sich zur Gleichstellung des olympischen und paralympischen Sports. Die Förderung des Spitzensports der Menschen mit und ohne Behinderungen erfolgt nach denselben Regeln.

Athletinnen und Athleten im Spitzensport sind Vorbilder. Die Behinderung hat dabei keine Bedeutung. Die starken Leistungen der Athletinnen und Athleten machen Menschen mit und ohne Behinderungen Mut, ihr Leben aktiv zu gestalten. Die Bereitschaft und der Wille zur Leistung, die Fairness und die Achtung des Anderen sind Werte, die für unsere Gesellschaft als Ganzes von Bedeutung sind. Der Spitzensport ermöglicht eine vorurteilslose Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderungen aus unterschiedlichen Ländern und Religionen. Dies ist ein wichtiger Beitrag zu Toleranz und gegenseitigem Verständnis.

Dabei bezieht sich die Förderung des Spitzensports nicht nur auf eine Vermittlung gesellschaftlicher Werte. Sie hat auch das Ziel, die Repräsentation der Bundesrepublik Deutschland im In- und Ausland zu stärken.

Was wird gefördert?

Seit Beginn des Jahrtausends wächst die Bedeutung des Spitzensports der Menschen mit Behinderungen. Dies gilt insbesondere für den paralympischen Sport. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat fördert im Spitzensport der Menschen mit Behinderungen unter anderem folgende Maßnahmen:

  • Jahresplanung (u.a. Lehrgangsmaßnahmen, Teilnahme an Welt- und Europameisterschaften)
  • Leistungssportpersonal (z.B. Bundestrainer)
  • Durchführung von Welt- und Europameisterschaften im Inland
  • Entsendung deutscher Mannschaften zu internationalen Sportgroßveranstaltungen (z.B. Paralympische Spiele, Deaflympics)
  • Paralympische Trainingsstützpunkte

Wer wird gefördert?

Eine Förderung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat erhalten

  • der Deutsche Behindertensportverband e.V. (DBS)
  • der Deutsche Gehörlosen-Sportverband e.V. (DGS)
  • Special Olympics Deutschland e.V. (SOD)
  • der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenschachbund e.V. (DBSB)

Förderung der Inklusion im Spitzensport

Athletinnen und Athleten im Spitzensport mit und ohne Behinderungen begegnen sich leider noch zu selten. Dies liegt unter anderem an der Herausforderung, einen fairen Wettbewerb bei gleichen Ausgangsbedingungen zu gewährleisten. Dennoch müssen die Möglichkeiten der Inklusion im Spitzensport weiter ausgelotet werden.

Das Bundesministerium des Innern schafft gezielt Anreize für einen inklusiven Spitzensport. Seit dem Haushalt 2014 werden jährlich 150.000 für inklusive Sportprojekte veranschlagt. Mit diesen Mitteln sollen Spitzensportverbände finanziell unterstützt werden, wenn sie bei internationalen Sportveranstaltungen in Deutschland die Beteiligung von Sportlerinnen und Sportlern mit Behinderungen ermöglichen.

Duale Karriere im Spitzensport für Athletinnen und Athleten mit Behinderung

Für Athletinnen und Athleten im Spitzensport mit Behinderungen - insbesondere den paralympischen Kader - gibt es zwei Förderinstrumente im Rahmen der dualen Karriere. Dies sind der Stellenpool einerseits und die Individualförderung andererseits. Der Stellenpool wurde eingerichtet, damit neben der Ausbildung oder der beruflichen Tätigkeit die Athletinnen und Athleten im Spitzensport mit Behinderungen der sportlichen Karriere nachgehen können. Alternativ können Kaderathletinnen und –athleten mit Behinderungen für die Zeit der aktiven Vorbereitung auf ihre Wettkämpfe eine finanzielle Unterstützung im Sinne einer Individualförderung erhalten.

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