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Hammer auf Richtertisch mit Spritze Quelle: AVN Photo Lab / shutterstock.com
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Rechtliche Grundlagen für die Bekämpfung von Doping im Sport

Neben den sportrechtlichen Anti-Doping-Regelwerken der WADA und der NADA gilt in Deutschland seit dem 18. Dezember 2015 das Anti-Doping-Gesetz.

Das Anti-Doping-Gesetz umfasst die strafrechtlichen Dopingtatbestände, die bislang im Arzneimittelgesetz erfasst waren. Dopende Leistungssportlerinnen und Leistungssportler können - wenn sie als Mitglied eines Testpools im Rahmen des Dopingkontrollsystems Trainingskontrollen unterliegen oder durch ihren Sport erhebliche Einnahmen erzielen - bestraft werden.

Darüber hinaus wurden weitere Straftatbestände eingeführt. Mit Einführung des Anti-Doping-Gesetzes wurden auch der Erwerb und der Besitz selbst von geringen Mengen an Dopingmitteln zum Zwecke des Selbstdopings unter Strafe gestellt. Dabei ist die Absicht zum Einsatz des Dopingmittels Voraussetzung für die Strafbarkeit eines Athleten.

Im Anti-Doping-Gesetzt wurde auch der Datenaustausch zwischen NADA, Gerichten und Staatsanwaltschaften erstmals gesetzlich geregelt.