Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

verschiedene Dopingmethoden Quelle: designer491 / shutterstock.com
Artikel · Sport

Doping­bekämpfung auf nationaler Ebene

Die Bekämpfung von Doping im Sport ist seit langer Zeit ein wichtiges sportpolitisches Anliegen des Bundes. Der Bund fördert die Bekämpfung von Doping in erster Linie durch die Bereitstellung von Finanzmitteln für alle Bereiche der Dopingbekämpfung. Gefördert werden dabei unter anderem die Prävention, die Durchführung von Dopingkontrollen sowie die Forschung. Die öffentlichen Geldmittel hierfür sind kontinuierlich gestiegen. Zudem ist im Jahr 2015 in Deutschland das Anti-Doping-Gesetz in Kraft getreten.

"Doping hat im Leistungssport absolut nichts zu suchen" "Doping hat im Leistungssport absolut nichts zu suchen"

Doping verhindert einen fairen sportlichen Wettkampf. Damit steht es im Widerspruch zum Wesen des Sports, der sich durch den Geist des Fairplays auszeichnet.

Die Bundesregierung unterstützt den Kampf gegen Doping unter anderem durch die Mitfinanzierung der Stiftung Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA). Die NADA wurde im Jahr 2002 als gemeinnützige Stiftung des Bürgerlichen Rechts gegründet. Sie wird von Staat, Sport und Wirtschaft finanziert. Der Bund hat ca. 85 % des Stiftungsvermögens eingebracht und trägt ca. 60 % der laufenden Gesamtkosten der NADA.

Über 15.000 Proben

Die Hauptaufgaben der NADA sind:

  • Durchführung von Dopingkontrollen
  • Präventionsarbeit
  • Umsetzung eines einheitlichen Dopingkontrollsystems für Deutschland
  • Umsetzung des World Anti Doping Codes und des Nationalen Anti Doping Codes
  • medizinische und juristische Beratung
  • internationale Zusammenarbeit

Mit über 15.000 Proben aus Wettkampf- und Trainingskontrollen befindet sich Deutschland bei der Anzahl der durchgeführten Proben international in der Spitzengruppe.

Dopingprävention

Die Bundesregierung fördert die Dopingprävention jährlich mit 300.000 EUR. Eine gute und erfolgreiche Präventionsarbeit ist die Basis zur Verhinderung von Doping. Mit der Förderung von Präventionsprojekten kommt der Bund dieser Verantwortung, insbesondere gegenüber den jungen Athleten, nach. Von besonderer Bedeutung ist die Koordinierung der Präventionsmaßnahmen von Sport, Bund, Ländern und NADA. Diese Partner haben hierzu einen "Nationalen Dopingpräventionsplan" erstellt.

Forschung gegen Doping

Die Bundesregierung fördert auch die Anti-Doping-Forschung der WADA-akkreditierten Dopingkontrolllabore in Köln und Dresden/Kreischa mit jährlich rund 2 Mio. EUR. Wichtige Forschungserfolge der Labore verkürzen so den Wettlauf mit den Dopern und ihren Hintermännern. 2011 wurde auch die Europäische Beobachtungsstelle zum frühzeitigen Erkennen von Methoden und Medikamenten mit Missbrauchspotenzial zum Doping (EuMoCEDA) an der Deutschen Sporthochschule in Köln gegründet, die in Zusammenarbeit mit der Pharmaindustrie frühzeitig Analysemethoden für Dopingsubstanzen entwickelt.