Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Europa-Flaggen vor der EU-Kommission in Brüssel Quelle: artjazz / shutterstock.com
Artikel · Öffentlicher Dienst

Arbeiten in der EU und bei internationalen Organisationen

Der Bund bietet seinen Beschäftigten die Möglichkeit, bei den Vereinten Nationen, an Gerichtshöfen, in Friedensmissionen und internationalen Organisationen oder EU-Institutionen zu arbeiten.

Internationale Organisationen und Einrichtungen werden bei der Bewältigung von internationalen Krisen und der Fortentwicklung globaler Themen immer bedeutender.

Deutschland ist Mitglied in rund 120 internationalen Organisationen. Rund 8.000 Deutsche arbeiten im vergleichbaren höheren Dienst in europäischen Institutionen und internationalen Organisationen.

Das BMI ist verantwortlich für die nationalen Rahmenbedingungen einer Entsendung oder Zuweisung zu der jeweiligen internationalen Organisation. Darüber hinaus ist das BMI zuständig für das internationale Dienstrecht und befasst sich in internationalen Gremien mit den Beschäftigungs­bedingungen internationaler Organisationen.

Stammpersonal bei internationalen Organisationen

Die EU beschäftigt ihr Personal vorrangig als Beamte oder auch als Zeit- oder Vertrags-bedienstete. Die große Mehrzahl der anderen internationalen Organisationen beschäftigt ihre Mitarbeiter auf arbeitsvertraglicher Grundlage.

Sofern deutsche Beschäftigte vorher im deutschen öffentlichen Dienst gearbeitet haben, können sie im Wege des Sonderurlaubs zu der jeweiligen internationalen Organisation entsandt werden.

Zugewiesene Beschäftigte ("seconded staff")

Neben dem "Stammpersonal" (staff member, official) beschäftigt eine internationale Organisation häufig auch zugewiesenes Personal (seconded staff), so insbesondere die EU-Kommission.

Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen in keinem unmittelbaren Beschäftigungs­verhältnis mit der internationalen Organisation, sondern werden ihr von einzelnen Mitgliedstaaten lediglich für einen befristeten Zeitraum zur Unterstützung zugewiesen. Das mit ihren Heimatstaaten bestehende Beschäftigungsverhältnis (einschließlich Gehaltszahlungen) bleibt unverändert. Darüber hinaus erhalten sie in der Regel noch Tagessätze oder ähnliches von der internationalen Organisation.