Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Ein alter Mann sitzt vor einem Laptop Quelle: Menzl Guenter / shutterstock.com
Artikel · Öffentlicher Dienst

Demografische Heraus­forderungen im öffentlichen Dienst

Den demografischen Wandel spüren auch die öffentlichen Arbeitgeber. Um die Fachkräftebasis in den Verwaltungen zu sichern, reagiert der Bund mit Zielen und konkreten Projekten.

Der demografische Wandel betrifft alle Bereiche von Staat und Gesellschaft, auch die Personalstrukturen der öffentlichen Arbeitgeber:

Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst (nicht nur) des Bundes werden im Durchschnitt älter und gehen in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren in größerer Zahl in den Ruhestand. Gleichzeitig steigt die Konkurrenz mit der Privatwirtschaft auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt um qualifizierte Nachwuchskräfte.

Liniendiagramm: Beschäftigte im Bundesbereich nach Altersgruppen insgesamt Öffnet Datentabelle in neuem Fenster

Balkendiagramm: Beschäftigte im Bundesbereich nach Altersgruppen Öffnet Datentabelle in neuem Fenster

(Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 14, Reihe 6, Tabelle 3.3, Stand: 30.06.2017)

Weitere, ausführliche Informationen zu den Altersstrukturen der Bundesbeamtinnen, -beamten, Soldatinnen und Soldaten sowie der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Bundes erhalten Sie im Altersbericht der Bundesregierung.

Demografie­strategie im öffentlichen Dienst

Attraktive Beschäftigungsbedingungen sind unerlässlich, um im Wettbewerb mit der Privatwirtschaft leistungsstarkes und qualifiziertes Personal für sich gewinnen zu können.

Die Bundesregierung hat diesbezüglich bei ihrer Demografiestrategie einen breiten Ansatz verfolgt: Gemeinsam mit den Ländern und Kommunen sowie den Sozialpartnern hat sie vielfältige, konkrete Handlungsempfehlungen für öffentliche Arbeitgeber erarbeitet.

Ziele und Ergebnisse

Die zuständige Arbeitsgruppe "Der öffentliche Dienst als attraktiver und moderner Arbeitgeber" hatte sich zunächst folgende Ziele gesetzt:

  • Maßnahmen zur Unterstützung der Verwaltungen bei ihrer Suche nach qualifizierten Nachwuchskräften und zur Wissenssicherung (Leitziel 1)
  • Vorschläge für mehr Zeitsouveränität der Beschäftigen, die es erlauben, den Beruf mit den individuellen, familiären Lebensentwürfen im Gleichgewicht zu halten (Leitziel 2)
  • Sicherung der Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten (Leitziel 3)

Diese Leitziele entsprechen auch dem Koalitionsvertrag der Regierungsparteien im Bund für die 18. Legislaturperiode. Dieser hatte für den öffentlichen Dienst eine "demografie­vorsorgende Stellen- und Personalpolitik" fokussiert.

Die Arbeitsgruppe hat ihre Arbeit samt ihrer konkreten Handlungs­vorschläge im März 2017 in ihrem Ergebnisbericht bilanziert. Vorbereitet wurden die konkreten Handlungs­vorschläge in sechs verschiedenen Unter­arbeits­gruppen. Eine Übersicht über ihre Projekte finden Sie auf dem Demografieportal.