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Artikel · Moderne Verwaltung

Portalverbund digitaler Verwaltungs­dienst­leistungen: einfach, schnell und sicher

In Zukunft sollen Bürgerinnen und Bürger Verwaltungsdienstleistungen aller Behörden in Bund, Ländern und Kommunen online mit wenigen Mausklicks erledigen können

Der Portalverbund

Bis 2022 sollen Bund, Länder und die Kommunen alle Verwaltungsleistungen in Deutschland über Verwaltungsportale auch digital anbieten und diese Portale zu einem Verbund verknüpfen.

Rechtliche Grundlage dafür ist das im August 2017 in Kraft getretene Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen (Onlinezugangsgesetz - OZG). Die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes ist Bestandteil des Koalitionsvertrags.

Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen können künftig die von ihnen gewünschte Dienstleistung und die zu dieser Dienstleistung bereitgestellten Informationen – unabhängig davon, auf welchem Verwaltungsportal sie einsteigen – direkt, schnell und einfach mit wenigen Klicks aufrufen und diese anschließend sicher online abwickeln.

Nutzerkonten für Bürger und Unternehmen

Wer eine digitale Verwaltungsleistung nutzen möchte, muss in der Regel seine Identität nachweisen. Dazu dienen Nutzerkonten für Bürger und Unternehmen, die es auf jedem Verwaltungsportal im Portalverbund geben wird.

Wie in Onlineshops können Nutzerkonten angelegt werden, um sich damit online gegenüber der Verwaltung auszuweisen.

Als Identifizierungsmittel kommen aktuell in Betracht:

  • Benutzername-Passwort-Kombination
  • Online-Ausweisfunktion des Personalausweises und des elektronischen Aufenthaltstitels
  • Softwarezertifikate
  • Hardwaretoken

Diese Liste kann um weitere sichere und einfach verwendbare Identifizierungsmittel erweitert werden.

Die Nutzerkonten funktionieren ähnlich wie die Kundenkonten in Online-Shops. Persönliche Daten können gespeichert werden und müssen dann nicht immer wieder neu eingegeben werden. Ein Postfach vereinfacht die sichere elektronische Kommunikation mit der jeweils zuständigen Behörde.

Mit ihrem einmalig eingerichteten Konto können Nutzer künftig bundesweit alle digitalen Verwaltungsleistungen in Anspruch nehmen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie das Konto des Bundes oder eines Landes nutzen. Wer kein eigenes Nutzerkonto möchte, kann auch einen Gast-Zugang verwenden.