Bundesministerium des Inneren

Ein Stapel an Büchern und die Justitia-Statue mit Waage und Schwert Quelle: Alexander-Kirch/ EyeEm / GettyImages
Artikel · Gesellschaft & Integration

Maßnahmen im Rahmen des Kriegsfolgenrechts

Auch 70 Jahre nach dem Krieg sind die Kriegsfolgen in der Bundesrepublik noch immer spürbar.

Basierend auf dem Kriegsfolgenrecht finanziert das Bundesministerium des Innern unter anderem den Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes. Das Bundesverwaltungsamt leistet Unterstützungsleistungen nach dem Heimkehrerstiftungsgesetz.

Deutsches Rotes Kreuz - Suchdienst

Auch rund 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kommt der Suchdienstarbeit in Deutschland weiterhin große Bedeutung zu.

Das deutsche Rote Kreuz (DRK) nimmt basierend auf einer Suchdienstvereinbarung folgende Schwerpunktaufgaben wahr:

  • Schicksalsklärung von Kriegs- und Zivilgefangenen sowie Vermissten des Zweiten Weltkrieges
  • Gesundheitshilfe für ältere deutsche Volkszugehörige in den GUS-Staaten
  • Beratung zur Familienzusammenführung für Spätaussiedler und Flüchtlinge
  • Internationale Suche nach Personen, die durch Natur- oder politische Ereignisse von Angehörigen getrennt sind
  • Amtliches nationales Auskunftsbüro in Kriegs- und Konfliktfällen gem. Genfer Rotkreuzabkommen

Der Suchdienst des DRK - zu 100% vom Bundesministerium des Innern finanziert - hat seine Standorte in Hamburg und München sowie die Leitstelle im Generalsekretariat in Berlin.

Kooperationen

Der Suchdienst des DRK kooperiert eng mit dem Internationalen Suchdienst in Bad Arolsen, der Deutschen Dienststelle (Wehrmachtsauskunftsstelle) in Berlin sowie dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Heimkehrerstiftungsgesetz

Zum Kriegsfolgenrecht gehört auch das Heimkehrerstiftungsgesetz, nach dem ehemalige Kriegsgefangene und deren Hinterbliebene Rentenzusatzleistungen. erhalten.