Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Frau mit Kopftuch lehnt an einer Wand und blickt auf ein Tablet Quelle: Kdonmuang / shutterstock.com
Artikel · Gesellschaft & Integration

Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer

Die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) ist ein spezielles Integrationsangebot für erwachsene Zuwanderer über 27 Jahre.

Seit 2005 bietet der Bund die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer an. Dieses Angebot ergänzt den Integrationskurs für Migrantinnen und Migranten.

Das speziell auf Neuzuwanderer zugeschnittene Beratungsangebot steht allen Zuwanderern vor allem innerhalb der ersten drei Jahre nach Ankunft zur Verfügung. Es zielt darauf ab, zugewanderte Personen bei ihrer sprachlichen, beruflichen und sozialen Integration zu unterstützen. Es soll sie zu selbständigem Handeln in allen Angelegenheiten des täglichen Lebens befähigen.

Die Beratungstätigkeit der MBE wird durch die sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege (AWO, DCV, Parität, DRK, Diakonie, ZWST) und durch den Bund der Vertriebenen wahrgenommen. Sie wird mit Bundesmitteln gefördert.

Bundesweit gibt es ca. 1000 Beratungsstellen.

Zahlen/Daten/Fakten

Das Beratungsaufkommen der MBE steigt stetig an.

  • 2011

    144.000

    Personen

  • 2016

    402.000

    Personen

Beratungsschwerpunkte

Beraten wird zu einer Vielzahl alltäglicher Fragen - unter anderem zu Sprachkursen, Wohnen, Arbeit, Gesundheit, Kinderbetreuung/Schule sowie zu einfachen rechtliche Fragen.

Systematik der Beratung

Der MBE erfolgt in der Regel als Einzelfallberatung. In der Anfangsphase des Aufenthaltes werden zusätzlich Gruppenberatungen angeboten, da die ersten Fragen meist bei allen Ankommenden gleich sind. Die Beratung erfolgt im Großteil der Fälle in der Muttersprache.

Netzwerkarbeit - Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen

Die Arbeit der Beraterinnen und Berater erfolgt im Kontext der regionalen Rahmenbedingungen und insbesondere in aktiver Kooperation und enger Abstimmung mit allen beteiligten Institutionen/Organisationen vor Ort (u.a. Integrationskursträger, Ausländerbehörden, Arbeitsverwaltung, Träger der Grundsicherung und sog. Regeldienste).

Die MBE arbeitet zudem eng mit den speziell für Jugendliche eingerichteten Jugendmigrationsdienste (JMD) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zusammen.