Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Nahaufnahme eines ansteigenden Graphs auf Münzen Quelle: AndreyPopov/Getty Images
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Mietspiegel

Ein Mietspiegel ist eine Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete, die von der Gemeinde oder von Interessenvertretern der Vermieter und der Mieter gemeinsam erstellt oder anerkannt worden ist.

Die ortsübliche Vergleichsmiete wird nach der gesetzlichen Definition aus den üblichen Entgelten gebildet, die in der Gemeinde oder einer vergleichbaren Gemeinde für Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage in den letzten vier Jahren vereinbart oder geändert worden sind. Mietspiegel schaffen damit Markttransparenz.

Das Hauptanwendungsfeld für Mietspiegel ist das gesetzliche Mieterhöhungsverfahren, mit dem der Vermieter die Zustimmung des Mieters zu einer Erhöhung der vereinbarten Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen kann.

Zudem ist der Mietspiegel eine wichtige Informationsquelle bei der Anwendung der sog. Mietpreisbremse. Dies gilt in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt, die im Einzelnen von den Ländern festgelegt werden. In diesen Gebieten darf die zulässige Wiedervermietungsmiete die ortsübliche Vergleichsmiete um höchstens 10 Prozent überschreiten.

Auch beim Neuabschluss von Mietverträgen außerhalb des Geltungsbereichs der Mietpreisbremse und bei einvernehmlichen, d. h. vertraglich vereinbarten Änderungen der Miethöhe können Mietspiegel Bedeutung als Orientierungshilfe haben. Selbstverständlich sind die Informationen aus Mietspiegeln hierbei nicht zwingend zu beachten, sondern können von den Parteien freiwillig als Entscheidungshilfe herangezogen werden.

Schließlich können Mietspiegel auch im Rahmen der Prüfung von Mietpreisüberhöhungen nach § 5 WiStG (Wirtschaftsstrafgesetz) und Mietwucher nach § 291 StGB Bedeutung haben.

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Download Hinweise zur Erstellung von Mietspiegeln

Die seit vielen Jahren bewährte Broschüre "Hinweise zur Erstellung von Mietspiegeln" führt Schritt für Schritt durch die Mietspiegelerstellung – eine gute Hilfestellung, um methodisch zuverlässig die ortsüblichen Vergleichsmieten bestimmen zu können.

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Deckblatt

Download Hinweise zur Integration der energetischen Beschaffenheit und Ausstattung von Wohnraum in Mietspiegeln

Die Broschüre gibt allgemeinverständliche Basisinformationen und Hinweise, wie energetische Merkmale eines Gebäudes/einer Wohnung in einem Mietspiegel berücksichtigt werden können. Die Hinweise sind vor allem für Ersteller qualifizierter Mietspiegel nach § 558d BGB von Bedeutung. Aber auch Kommunen, die einfache Mietspiegel erstellen, können hier Anregungen für die Integration energetischer Beschaffenheits- und Ausstattungsmerkmale in ihren Mietspiegel finden.

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