Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Taschenrechner in Form eines Hauses auf einem Notizblock Quelle: cristinairanzo/Getty Images
Artikel · Bauen

Wohngeld

Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zur Miete (für Mieterinnen und Mieter) oder zur Belastung (für selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer). Seit über 50 Jahren schon hilft das Wohngeld einkommensschwachen Bürgerinnen und Bürgern bei ihren Wohnkosten.

Das Wohngeld wird als Mietzuschuss (für Mieterinnen und Mieter) oder als Lastenzuschuss (für selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer) geleistet. Wohngeld ist kein Almosen des Staates. Wer zum Kreis der Berechtigten gehört, hat darauf einen Rechtsanspruch. Das Wohngeld wurde zuletzt zum 1. Januar 2016 erhöht.

Personen erhalten für die Kinder, welche bei der Wohngeldbewilligung berücksichtigt worden sind und für die Kindergeld bezogen wird, zusätzlich Leistungen für Bildung und Teilhabe nach dem Bundeskindergeldgesetz. Wer Ihr zuständiger Ansprechpartner ist, erfahren Sie in Ihrem Rathaus oder Bürgeramt. Die Leistungen werden überwiegend als Sach- oder Dienstleistungen gewährt.

Wohngeld wird nur an Personen geleistet, die keine Transferleistungen (wie z. B. Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung) beziehen, da bei Transferleistungen die Unterkunftskosten bereits berücksichtigt werden.

Download · 03.07.2018 Wohngeld 2016/2017 - Ratschläge und Hinweise

Wohnen kostet Geld – oft zu viel für diejenigen, die ein geringes Einkommen haben. Am 1. Januar 2016 treten mit der Wohngeldreform wesentliche Leistungsverbesserungen in Kraft. Ein Zwei-Personen-Haushalt bekommt künftig etwa 186 Euro. Außerdem werden mehr Haushalte wohngeldberechtigt. Wohngeld wird nun auch für erwerbstätige Haushalte mit niedrigen Einkommen eine Alternative zum Bezug von Grundsicherung.

Zur Information über die geltenden Wohngeldregelungen wurde die Broschüre "Wohngeld 2016 – Ratschläge und Hinweise" erstellt, die Sie unterstützen soll, Ihre Ansprüche zu klären.

(48 Seiten, Stand: 1. Januar 2016)

PDF, 24MB, Datei ist nicht barrierefrei

Wohngeldtabellen

Das Wohngeld wird für jeden Einzelfall abhängig von der Haushaltsgröße, dem Einkommen und der Miete bzw. Belastung individuell berechnet. Die Höhe des Wohngelds ergibt sich aus der Wohngeldformel (§ 19 WoGG).

Mit der Wohngeldreform 2016 wurden die Rundungsregeln für die Berechnung des Wohngelds vereinfacht. Damit wird künftig der Wohngeldbetrag auf einen Euro genau ausgerechnet. Die Wohngeldtabellen bieten daher lediglich eine Orientierung zur Höhe des Wohngeldes. Sie geben nicht den exakten Wohngeldbetrag an, sondern eine Spanne ("von…bis").

Hinweise zu den Wohngeldtabellen

Für ein bis sechs zu berücksichtigende Haushaltsmitglieder gibt es jeweils eine Wohngeldtabelle. Um darin die für Sie zutreffende Wohngeldspanne abzulesen, benötigen Sie Ihr wohngeldrechtliches monatliches Gesamteinkommen sowie Ihre zu berücksichtigende Bruttokaltmiete. Das wohngeldrechtliche Einkommen ist in den meisten Fällen aufgrund verschiedener Abzüge und Freibeträge niedriger als das Bruttoeinkommen. Das Kindergeld und der Kinderzuschlag rechnen nicht zum wohngeldrechtlichen Einkommen. Die Miete – oder im Falle von Eigenheimen und Eigentumswohnungen die Belastung – ist nur bis zu bestimmten Höchstbeträgen zuschussfähig. Diese Höchstbeträge sind nach dem regionalen Mietenniveau gestaffelt. Es gibt sechs Mietenstufen.

Berichte der Bundesregierung

Zum Thema Wohnen erstellt die Bundesregierung regelmäßig den Wohngeld- und Mietenbericht und den Bericht über die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Dies war zuletzt der Dritte Bericht der Bundesregierung über die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Deutschland und Wohngeld und Mietenbericht 2016 vom 5. Juli 2017.

Mit Inkrafttreten der Wohngeldreform 2016 zum 1. Januar 2016 gilt für beide Berichte eine neue gemeinsame Rechtsgrundlage. Nach § 39 Absatz eins des WoGG hat die Bundesregierung nun alle zwei Jahre bis zum 30. Juni über die Durchführung dieses Gesetzes und über die Entwicklung der Mieten für Wohnraum zu berichten. Nach § 39 Absatz zwei des WoGG berichtet die Bundesregierung dem Deutschen Bundestag über die Lage und Entwicklung der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Deutschland alle vier Jahre bis zum 30. Juni. Eine im gleichen Jahr vorzulegende Berichterstattung nach Absatz eins ist jeweils zu integrieren.