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Energetische Stadtsanierung

Das Quartier als Handlungsebene für die energetische Stadtsanierung fördern.

Der Gebäudebestand in Deutschland umfasst rund 18 Millionen Wohn- und 1,7 Millionen Nichtwohngebäude (kommunal, sozial und gewerblich).

Öffentliche und private Gebäude in Deutschland verbuchen für Heizung, Warmwasser und Beleuchtung einen Anteil von 40 Prozent des Gesamt-Energieverbrauchs und stehen für fast 30 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes. Hier liegen große Energieeinsparpotenziale.

Das Problem: 75 Prozent aller Gebäude wurden vor der ersten Wärmeschutzverordnung 1978 errichtet. Sie sind vielfach noch unsaniert und daher oftmals in einem energetisch schlechten Zustand. Eine Folge ist, dass z. B. die Wohnnebenkosten mehr und mehr zur zweiten Miete werden.

  • Energieverbrauch von (Wohn-)Gebäuden

  • 18 Mio.

    Wohnungen

  • 1,7 Mio.

    Nicht-Wohngebäude

  • Wohngebäude:

    2/3

    des Energieverbrauchs

  • Nicht-Wohngebäude:

    1/3

    des Energieverbrauchs

  • Nicht-Wohngebäude verbrauchen aktuell deutlich mehr Energie als Wohngebäude!

Dass hier gespart werden kann und muss, liegt auf der Hand: Durch fachgerechtes Sanieren und moderne Gebäudetechnik können teilweise bis zu 80 Prozent des Energiebedarfs eingespart werden. Dieses Potenzial gilt es zu erschließen.

KfW-Förderprogramm "Energetische Stadtsanierung"

Aus diesem Grund wird das Quartier als Handlungsebene für die energetische Sanierung zunehmend wichtiger. Möglich wird dies mit dem KfW-Programm "Energetische Stadtsanierung".

Ziel des Förderprogramms ist es, umfassende Maßnahmen im Quartier in die Energieeffizienz der Gebäude und der Infrastruktur anzustoßen. Damit werden breitere Einsatzmöglichkeiten unter anderem für erneuerbare Energien in innerstädtischen Altbauquartieren geschaffen und weitere Investorengruppen in den Sanierungsprozess einbezogen. Für 2017 sind aus dem Energie- und Klimafonds Programmmittel in Höhe von rund 50 Millionen Euro zur Förderung der energetischen Stadtsanierung vorgesehen.

Seit Programmstart Ende 2011 hat die KfW bis Juni 2017 für beide Teilprogramme der Energetischen Stadtsanierung bereits über 1250 Förderzusagen mit einem Volumen von über 630 Millionen Euro erteilt.

Die Zuständigkeit für weitere KfW-Förderprogramme (mit Ausnahme der Energetischen Stadtsanierung) liegt beim BMWi. Detaillierte Informationen zu den diversen Fördermöglichkeiten finden sich daher beim BMWI und auf den Seiten der KfW.