Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Fragezeichen und Glühbirne auf blauem Hintergrund Quelle: Fotovika / shutterstock
Artikel

Lexikon

Wichtige Begriffe kurz erläutert

Hier finden Sie - nach Schlagworten sortiert - Kurzinformationen rund um die vielfältigen Themen des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

Olympiastützpunkte

Olympiastützpunkte sind Betreuungs- und Serviceeinrichtungen für Athletinnen und Athleten der olympischen Disziplinen (DOSB-Olympia-Top-Team und A- bis C-Kader der Spitzenverbände) sowie deren verantwortliche Trainerinnen und Trainer. Ebenso werden die Athletinnen und Athleten der paralympischen Disziplinen (A- bis C-Kader des Deutschen Behindertensportverbandes/ National Paralympic Committee) und der deaflympischen Disziplinen (A- und B-Kader des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes) versorgt.

Bei der Betreuung steht die Vorbereitung auf Olympische und Paralympische Spiele im Vordergrund. Bei freien Kapazitäten können auch vom Spitzenverband ausgewählte D/C- und D-Kader betreut werden.

Aufgabe der OSP ist die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen sportmedizinischen, leistungsdiagnostischen, sportphysiotherapeutischen, sozialen, psychologischen, ernährungswissenschaftlichen und trainingswissenschaftlichen Betreuung der Athletinnen und Athleten.

Olympische Spiele

Olympische Spiele (von altgriechisch τά Ὀλύμπια ta Olýmpia "die Olympischen Spiele"; neugr. olymbiakí agónes ολυμπιακοί αγώνες ‚olympische Wettkämpfe‘) ist die Sammelbezeichnung für regelmäßig ausgetragene Sportwettkampfveranstaltungen, die "Olympischen Sommer-" und "Winterspiele". Bei diesen treten Athleten und Mannschaften in verschiedenen Sportarten gegeneinander an. Organisiert werden sie vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Der Zeitraum zwischen den Spielen wird als olymbiada ολυμπιάδα "Olympiade" bezeichnet.

Die Einführung der Olympischen Spiele der Neuzeit wurde 1894 als Wiederbegründung der antiken Festspiele in Olympia auf Anregung von Pierre de Coubertin beschlossen. Als "Treffen der Jugend der Welt" sollten sie dem sportlichen Vergleich und der Völkerverständigung dienen. Seit 1896 finden alle vier Jahre Sommerspiele und seit 1924 Winterspiele statt. Seit 1994 alternieren Winter- und Sommerspiele im zweijährigen Rhythmus. Das IOC übernimmt die Schirmherrschaft für weitere Veranstaltungen: Seit 1960 folgen den Olympischen Sommerspielen und seit 1976 den Winterspielen die Paralympics als Wettkämpfe behinderter Sportler. Die Sommer- und Winterspiele der Deaflympics stehen Gehörlosen offen, die Special Olympics für Menschen mit geistiger Behinderung und die World Games für nichtolympische Sportarten mit hoher weltweiter Verbreitung. Darüber hinaus wird es ab 2010 die Olympischen Jugendspiele geben. Sie sind speziell für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren bestimmt und finden ebenso wie die Olympischen Spiele als Sommer und Winterspiele statt.

Die Olympischen Spiele sind in ihrem Umfang stetig gewachsen, so dass mittlerweile fast jedes Land der Welt mit Sportlern vertreten ist. Dieses Wachstum führte auch zu zahlreichen Problemen, darunter Boykotte, Doping, Bestechung und Terrorismus. Die Olympischen Spiele bieten zuvor unbekannten Athleten die Möglichkeit, national (in manchen Fällen auch international) zu viel beachteten Persönlichkeiten aufzusteigen. Für die Gastgeberstädte und -länder bieten sie eine prestigeträchtige Gelegenheit, sich der Welt zu präsentieren und für sich zu werben.

One-Stop-Shop

Der Behördenschalter, an dem die Bürgerin oder der Bürger alle gewünschten Dienstleistungen – völlig unabhängig von der Zuständigkeit der Verwaltungen – aus einer einzigen Hand erhält, ist die Idealvorstellung von einer modernen Verwaltungsdienstleistung: den neuen Pass genauso wie die Baugenehmigung oder eine Gesetzesauskunft. Bei diesem sogenannten One-Stop-Shop kann es sich sowohl um ein "konventionelles" Bürgerbüro handeln, bei dem die Anliegen im persönlichen Gespräch geklärt und abgehandelt werden, als auch um komplexe Internet-Auftritte, die interaktiv auf die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger eingehen (siehe Portale). In beiden Fällen steht eine gut ausgebaute e-Government-Infrastruktur hinter der erbrachten Dienstleistung.

Online-Wahlen

Unter Online-Wahlen wird die Abwicklung von Wahlen über das Internet verstanden, sei dies über vernetzte PCs oder auch via Mobiltelefon. Hieran sind Hoffnungen geknüpft, die Kosten zu Wahlvorbereitung und -durchführung zu senken. Selbstverständlich müssen auch bei Online-Wahlen die Wahlrechtsgrundsätze, insbesondere der Grundsatz der Geheimheit der Wahl, eingehalten werden. Die Bundesregierung untersucht daher, inwieweit Online-Wahlen technisch sicher, verfassungskonform und rechtsverbindlich verwirklicht werden können.

Dies erfolgt in einem abgestuften Verfahren. In der ersten Stufe werden Anwendungen im Rahmen von nicht politischen Wahlen wie z. B. Sozial-, Betriebsrats- und Vereinswahlen erprobt und evaluiert. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die in der zweiten Stufe vorgesehene Entscheidung, ob eine Online-Wahl als weitere Option bei politischen Wahlen angeboten wird.

Open (Government) Data

Daten von Regierung und Verwaltung, die in Form von Rohdaten zur freien Nutzung, insbesondere zur Weiterverwendung und Weiterverbreitung, öffentlich bereitgestellt werden. Ausgeklammert sind von vornherein – auch nach internationalen Definitionen – personenbezogene und sicherheitsrelevante Daten.

Open Source Software

Unter Open Source Software (OSS) werden Betriebssysteme und Computer-Programme zusammengefasst, deren Quellcode vom Hersteller bzw. Programmierer offengelegt werden. Anders als bei den sogenannten proprietären Programmen der großen Softwareanbieter ist damit für den Nutzer bzw. für andere Programmierer der Kern dieser Software mit all ihren Funktionen durchschaubar. Unter anderem wird die Programmierung von Virenschutzmaßnahmen erleichtert. Außerdem – und ebenfalls im Gegensatz zu den proprietären Programmen – ist es erlaubt, ja sogar erwünscht, dass die Anwender an den Produkten weiterarbeiten, sie verbessern, neue Funktionen einbauen und dies alles an Andere weitergeben. Im freiwilligen Austausch und in der Zusammenarbeit Vieler, so der Grundgedanke, sollen besonders hochwertige und stabile Programme entstehen. Die komplexe Welt der Open Source Ware-Betriebssysteme und zahlreichen Anwenderprogramme ist dennoch kein rechtsfreier Raum. Für den größten Teil der Software gibt es Lizenzen, und keineswegs alle Produkte sind frei erhältlich.

Organisationshandbuch

Bei www.orghandbuch.de handelt es sich um das online gestellte grundlegende Nachschlagewerk für Organisationsuntersuchungen und Personalbedarfsermittlungen in der Bundesverwaltung.

Es verschafft einen Überblick über Methoden zu Organisationsuntersuchungen sowie Personalbedarfsermittlungen, Möglichkeiten der strategischen Ausrichtung und Steuerung sowie verschiedene Managementinstrumente. Auf das laufend aktualisierte Organisationshandbuch wird u.a. in Leitfäden zur Organisation (die sich auf dem BMI – Portal befinden) sowie seitens des Bundesrechnungshofes in Fragen der Personalbedarfsermittlung Bezug genommen.

Organisierte Kriminalität

Organisierte Kriminalität ist die von Gewinn- oder Machtstreben bestimmte planmäßige Begehung von Straftaten, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit von erheblicher Bedeutung sind, wenn mehr als zwei Beteiligte auf längere oder unbestimmte Dauer arbeitsteilig 

  • unter Verwendung gewerblicher oder geschäftsähnlicher Strukturen,
  • unter Anwendung von Gewalt oder anderer zur Einschüchterung geeigneter Mittel
    oder
  • unter Einflussnahme auf Politik, Medien, öffentliche Verwaltung, Justiz oder Wirtschaft zusammenwirken.

Orientierungskurs

Der Orientierungskurs ergänzt das Sprachkursangebot im Integrationskurs und dient der Vermittlung von Alltagswissen sowie von Kenntnissen der Rechtsordnung, der Kultur und der Geschichte in Deutschland, insbesondere auch der Werte des demokratischen Staatswesens der Bundesrepublik Deutschland und der Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit, Gleichberechtigung, Toleranz und Religionsfreiheit. Der Orientierungskurs umfasst grundsätzlich 100 Unterrichtsstunden und findet im Anschluss an den Sprachkurs statt. Er wird mit einem bundeseinheitlichen Test "Leben in Deutschland" abgeschlossen, mit dem bei Erreichen einer entsprechenden Punktzahl auch die für eine Einbürgerung erforderlichen Kenntnisse nachgewiesen werden können.