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3.936 Asylanträge im August 2010

Im August 2010 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 3.936 Asylerstanträge gestellt. Die Zahl der Asylbewerber stieg im Vergleich zum Vormonat um 668 Personen (20,4 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2009 stieg die Zahl der Asylbewerber um 1.488 Personen (60,8 Prozent).

776 Personen erhielten im August 2010 die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Konvention (17,6 Prozent aller Asylentscheidungen). Zudem erhielten 257 Personen (5,8 Prozent) sogenannten "subsidiären Schutz" (Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 Aufenthaltsgesetz).

Die Zahlen im Einzelnen:

I. Aktueller Monat

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben im August 2010 3.936 Personen (Vormonat 3.268 Personen) Asyl beantragt.

Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vormonat um 668 (20,4 Prozent) gestiegen. Gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr (August 2009: 2.448 Personen) ist die Zahl der Asylbewerber im August 2010 um 1.488 (60,8 Prozent) gestiegen.

Hauptherkunftsländer im August 2010 waren:

Zum Vergleich

Nr.LandJuniJuliAugust
 1.Somalia143375730
 2.Afghanistan410544583
 3.Irak448509510
 4.Serbien88129255
 5.Iran212197240
 6.Syrien120130181
 7.Mazedonien72107162
 8.Pakistan6973106
 9.Türkei104123104
10.Vietnam11711099

Neben den 3.936 Erstanträgen wurden im August 2010 530 Folgeanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt.

Im August 2010 hat das Bundesamt über die Anträge von 4.405 Personen (Vormonat: 4.901) entschieden.

Insgesamt 776 Personen (17,6 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 57 Personen (1,3 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 719 Personen (16,3 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i.V.m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Darüber hinaus hat das Bundesamt im August 2010 bei 257 Personen (5,8 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes (sog. subsidiärer Schutz) festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 2.410 Personen (54,7 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 962 Personen (21,9 Prozent).

II. Laufendes Jahr

Für den Zeitraum Januar bis August 2010 ergeben sich folgende Zahlen:

In der Zeit von Januar bis August 2010 haben insgesamt 22.962 Personen in Deutschland Asyl beantragt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (17.507 Personen) bedeutet dies eine Erhöhung um 5.455 Personen (31,2 Prozent).

Die Hauptherkunftsländer in der Zeit von Januar bis August 2010:

Nr.LandAnzahl
 1.Afghanistan3.657
 2.Irak3.649
 3.Somalia1.655
 4.Iran1.390
 5.Serbien1.125
 6.Türkei913
 7.Kosovo910
 8.Syrien879
 9.Vietnam726
10.Russische Föderation724

Neben den 22.962 Erstanträgen wurden insgesamt 3.779 Folgeanträge gestellt.

Im Zeitraum von Januar bis August 2010 hat das Bundesamt 29.090 Entscheidungen (Vorjahr: 19.201) getroffen.

Insgesamt 5.403 Personen (18,6 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 410 Personen (1,4 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 4.993 Personen (17,2 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i.V.m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Darüber hinaus hat das Bundesamt von Januar bis August 2010 bei 1.963 Personen (6,7 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes (sog. subsidiärer Schutz) festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 15.201 Personen (52,3 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 6.523 Personen (22,4 Prozent).

Die Zahl der Personen, über deren Anträge noch nicht entschieden wurde, betrug Ende August 2010 20.550, darunter 17.420 Erstanträge und 3.130 Folgeanträge (Vormonat: 20.332 anhängige Verfahren, davon 16.987 Erst- und 3.345 Folgeanträge).

Erscheinungsdatum
10.09.2000


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