"Ein besonderes Augenmerk gilt der Praxisnähe der Lösungen und Dienstleistungen der BIT."
- Datum
- 03.03.2010
Christoph Verenkotte
Quelle: BMI/Undine Schaaf
Herr Verenkotte, am 01.12.2009 hat derRat der IT-Beauftragten der Bundesregierung u. a. die Bundesstelle für Informationstechnik (BIT) des Bundesverwaltungsamtes (BVA) zu einem der ersten IT-Dienstleistungszentren (DLZ-IT) des Bundes benannt. Welche Aufgaben werden diese IT-Dienstleistungszentren und insbesondere die BIT haben?
Ein wesentliches Ziel der IT-Steuerung des Bundes ist es, zentrale IT-Angebote der Bundesverwaltung schrittweise in IT-Dienstleistungszentren zu bündeln. Durch ein professionelles IT-Angebot in hierfür besonders geeigneten Einrichtungen sollen praxisgerechte und innovative IT-Lösungen bereitgestellt sowie der Service weiter verbessert werden.
Die BIT stellt bereits seit mehreren Jahren der Bundesverwaltung in der Praxis bewährte IT-Lösungen bereit und erbringt dem Bedarf und den Wünsche der Abnehmer entsprechende IT-Dienstleistungen. Sie betreibt zentrale Verfahren und bietet einen ganzheitlichen Service an. Zum umfangreichen Aufgabenportfolio der BIT gehört die Beratung zur Einführung oder Optimierung IT-gestützter Prozesse und zu speziellen IT-Themen. Das Aufgabenspektrum umfasst darüber hinaus das Projektmanagement, die Entwicklung von Produkten und Lösungen und den hochverfügbaren und sicheren IT-Betrieb.
Als Teil des Bundesverwaltungsamtes nutzt die BIT die vielfältigen Erfahrungen der Behörde als Vorreiter im Bereich der Verwaltungsmodernisierung und in der Umsetzung moderner Organisationskonzepte. So bietet das BVA ein umfassendes Angebot an IT-, Organisations- und Verwaltungsdienstleistungen aus einer Hand an und hat dabei ein besonderes Augenmerk auf die Praxisnähe der Lösungen und Dienstleistungen der BIT.
Mit dem im Rahmen des "Gesetzes zur Sicherung von Beschäftigung und Stabilität in Deutschland" beschlossenen IT-Investitionsprogramm (2009 - 2011) stellt die Bundesregierung 500 Mio. Euro für die Modernisierung der Informations- und Kommunikationstechnik der Verwaltung bereit. Haben Sie auch hier eine aktive Rolle?
Ja, im Rahmen des IT-Investitionsprogramms hat das BVA die Verantwortung für 10 ressortspezifische und 3 ressortübergreifende Maßnamen mit einem Gesamtvolumen von ca. 68 Mio € übernommen.
Drei dieser Projekte präsentieren wir auch im Rahmen der diesjährigen CeBIT auf dem Messestand der Beauftragten der Bundesregierung für Informationstechnik: das Kompetenzzentrum Green IT, das Kompetenzzentrum Großprojektmanagement und das Kompetenzzentrum Open Source Software.
Welche Aufgaben hat das Kompetenzzentrum Green IT?
Am 13. November 2008 hat der Rat der IT-Beauftragten zur Verbesserung der Energie-Effizienz zwei Green-IT-Ziele für die Bundesverwaltung beschlossen:
- Reduktion des durch den IT-Betrieb verursachten Energieverbrauchs um 40 % bezogen auf den Leistungsumfang im Jahr mit dem höchsten Verbrauch vor 2009 bis zum Jahr 2013.
- Künftig ist bei allen größeren Neuinvestitionen der Energieverbrauch von IT-Lösungen über die geplante Betriebsdauer in die Beschaffungskriterien mit aufzunehmen.
Das Kompetenzzentrum Green IT bietet den Bundesbehörden auf Basis des bewährten Drei-Partner-Modells des BVA verschiedenste Unterstützungsleistungen entlang einer Wertschöpfungskette Green IT an.
Ziel des sich derzeit im Aufbau befindlichen Kompetenz- und Musterrechenzentrums Green IT des BVA ist es, durch die konsequente Ausrichtung auf Energieeffizienz ein Rechenzentrum zu realisieren, in dem vielfache Modernisierungen und Umrüstungen exemplarisch umgesetzt werden. Gleichzeitig sollen die gewonnenen Kenntnisse und Erfahrungen zum Thema Green IT gebündelt und ein Wissenstransfer in die gesamte Bundesverwaltung angeboten und sichergestellt werden.
Damit wird das BVA einen wichtigen Beitrag zum übergeordneten Ziel leisten, den durch IT-Betrieb in der Bundesverwaltung verursachten Energieverbrauch zu reduzieren.
Und welche Angebote bietet Sie mit Ihrem Kompetenzzentrum Großprojektmanagement?
Das Management von Projekten, besonders Großprojekten ist für jede Organisation auch in der Bundesverwaltung eine Herausforderung. Das Kompetenzzentrum Großprojektmanagement bietet den Bundesbehörden vielfältige Beratung für ihr Großprojektmanagement im IT-Bereich an und kann die Behörden dabei unterstützen, Verbesserungspotentiale beim Management von Großprojekten im IT-Bereich zu erkennen und zu nutzen. Ziel des Kompetenzzentrums Großprojektmanagement ist es, über die Bereitstellung von Beratungsleistungen und Erfahrungswissen, die Bundesverwaltung in der effizienten und effektiven Durchführung von IT-Großprojekten zu stärken.
(Die Fragen stellte Maren Göre.)

