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Eindrücke aus Afghanistan

Staatssekretär Klaus-Dieter Fritsche - im Bundesinnenministerium zuständig für alle Sicherheitsthemen - hat sich während seiner Afghanistanreise vom 30. Mai bis zum 1. Juni einen persönlichen Eindruck von der Arbeit der deutschen Polizeiausbilder vor Ort gemacht. Unter der Federführung des Bundesinnenministeriums sind derzeit in Afghanistan an vier Standorten insgesamt 157 Polizistinnen und Polizisten aus Bund und Ländern mit dem Aufbau des Polizeiapparates befasst. Sie schaffen dort die notwendigen Sicherheitsstrukturen, bilden afghanische Polizistinnen und Polizisten aus, vertiefen deren Ausbildung und kümmern sich um die Aus- und Fortbildung afghanischer Polizeiausbilder.

Staatssekretär Fritsche besucht Afghanistan + Ausbildungsdemonstration Quelle: Bodo Koch

In Begleitung seiner Amtskollegen, Staatssekretär Gerhard Eck aus Bayern, Staatssekretär Dr. Michael Wilhelm aus Sachsen und Staatssekretär Rudolf Zeeb aus Brandenburg, besuchte Fritsche die Ausbildungsstandorte Kunduz und Mazar-e-Sharif.

Die Delegation versammelte sich zunächst im stillen Gedenken zur gemeinsamen Ehrenbekundung der in Kunduz gefallenen deutschen Soldaten am Ehrenhain des Provincial Reconstruction Teams (PRT) Kunduz. Anschließend unterrichtete der Außenstellenleiter des Deutschen Polizeiberaterteams Afghanistan (GPPT) in Kunduz die Delegation über den Polizeiaufbau in der Provinz Kunduz und erörterte die Sicherheitslage vor Ort, die ein wichtiger Faktor für Art und Umfang des deutschen Polizeiausbildungsengagements in der Provinz Kunduz ist. Im Gespräch mit verschiedenen afghanischen und deutschen Akteuren - Politikern wie Polizisten - sowie amerikanischen Mitstreitern beim Aufbau der Sicherheitsarchitektur in Kunduz konnte Fritsche eine gute und enge Kooperation zwischen der Außenstelle GPPT Kunduz, der afghanischer Polizei und den US-Polizeimentoren feststellen.

Polizeiaufbau in Afghanistan

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Auch in Mazar-e-Sharif machten sich Staatssekretär Fritsche und seine Kollegen aus Bayern, Sachsen und Brandenburg ein Bild über die Sicherheitslage, die Schwerpunkte der zivilen Wiederaufbauarbeit sowie den Ausbildungsbetrieb im deutschen Polizeiausbildungszentrum (GPTC). Während eines gemeinsamen Abendessens mit den Soldaten des Feldjägerausbildungskommandos, den deutschen Polizeiausbildern und den deutschen Polizeibeamten von EUPOL nahm sich Fritsche viel Zeit für intensive Gespräche mit den Beteiligten, um deren Eindrücke, Erfolge und Sorgen aus erster Hand zu erfahren.

Am zweiten Tag in Mazar-e-Sharif wurde der Besuch planmäßig mit einer Ausfahrt in das Stadtzentrum und einem Besuch beim Gouverneur des Distrikts, Hr. M. Atta Noor, fortgesetzt. Im Anschluss daran informierte sich die Delegation vor Ort im GPTC über die aktuellen Ausbildungsvorhaben. Auf einem Rundgang konnten die Gäste an mehreren Stationen die deutschen Trainer bei ihrer Arbeit mit den Trainees der afghanischen Schutz- und Grenzpolizei beobachten und mit diesen ins Gespräch kommen. Fritsche zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Polizeiausbilder und freute sich, die afghanischen Polizeischüler mit großem Engagement beim Training zu sehen. "Deutsche Trainer und afghanische Polizeischüler vollbringen hier Großartiges - vor allem wenn man berücksichtigt, dass viele der afghanischen Polizeischüler vor Ausbildungsbeginn in dieser Intensität Lernen nicht gewöhnt waren.", bemerkte Fritsche und fügte zum Abschied hinzu: "Ich bin mit hoher Erwartung hierhergekommen und reise ab mit der Bestätigung, dass hier ein hervorragender Job geleistet wird."

Datum
02.06.2010
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