De Maizière erster Spitzensportler-Sponsor
+ Schwimm-Weltmeister Paul Biedermann mit seinem Sponsor, Innenminister de Maizière
Quelle: BMI/Hans-Joachim M. Rickel
In Berlin wurde am 18. Januar der Startschuss für die neue Sponsoring-Kampagne der Stiftung Deutsche Sporthilfe gegeben. Bundesinnen- und damit auch "Sport"-Minister Dr. Thomas de Maizière ließ sich bei der Auftaktveranstaltung der Kampagne "Dein Name für Deutschland" mehr als eine Stunde Einzelheiten und Hintergründe des Konzepts erläutern, um danach die erste Patenschaft für einen Spitzensportler zu übernehmen. Als erster offizieller Sponsor des Programms erhielt Innenminister de Maizière aus den Händen "seines" Top-Athleten, dem Schwimmweltmeister und vierfachen Weltrekordhalter Paul Biedermann (SV Halle), die Paten-Urkunde.
Ziel der Stiftung Deutsche Sporthilfe ist es, möglichst viele Sponsoren für die von ihr geförderten Spitzensportlerinnen und -sportler zu gewinnen und das mit einem einfachen Prinzip: Bereits für 3 Euro im Monat kann man "seinen" Spitzensportler fördern, um damit mitzuhelfen, dass auch in Zukunft in Deutschland erfolgreich Sportler für Top-Leistungen trainieren können. Der Vorsitzende des Vorstands der Deutschen Sporthilfe, Werner E. Klatten, setzt große Hoffnungen in das neue Projekt: "Erstmals in der Geschichte der Sporthilfe kann nun jeder Bürger Sponsor werden und einen kleinen Beitrag zu den großen Erfolgen deutscher Athleten beisteuern."
Bis Ende 2010 sollen 20.000 Sponsoren gefunden werden. Die Kampagne wird in den nächsten Wochen durch zahlreiche Anzeigen, Plakate und einen kurzen TV-Spot in der Öffentlichkeit bekannt gemacht.
Im Rahmen der Präsentation wurde auch auf die oft prekäre wirtschaftliche Situation deutscher Spitzensportler aufmerksam gemacht. Einer Studie der Deutschen Sporthochschule Köln zufolge verdienen die über 4200 durch die Deutsche Sporthilfe geförderten Spitzensportler im Schnitt lediglich knapp 1900 Euro brutto. Bei vielen beträgt das verfügbare Einkommen trotz einer 60-Stunden-Woche nicht mehr als 600 Euro. Bundesinnenminister de Maizière wies auf die Diskrepanz zwischen dem Einkommen einiger Top-Athleten und der großen Masse der mehr oder weniger bekannten Sport-Asse hin: "Wenn Sie die rechte Hand auf eine heiße Herdplatte legen und die linke Hand ins Tiefkühlfach, dann die Körpertemperatur eigentlich noch ganz in Ordnung."
Er begrüße die Initiative der Sporthilfe, sagte Thomas de Maizière: "Ich werde diese wunderbare Idee gerne unterstützen.".
Mit einem Schreiben an seine Kolleginnen und Kollegen im Bundeskabinett hat "Sport"-Minister Thomas de Maizière auf das Projekt aufmerksam gemacht.
- Datum
- 18.01.2010





