Für eine sichere Fußball WM 2010
+ Blick in die Tagung
Quelle: BMI/Hans-Joachim M. Rickel
Bis zum Anpfiff der 19. Herren Fußball WM 2010 sind es nur noch wenige Wochen. Mit Spannung schaut die Welt nach Kapstadt, Johannesburg, Port Elisabeth, Durban, Bloemenfontein, Nelspruit, Polokwane, Rustenburg sowie Pretoria – dort wo die Deutsche Botschaft ihren Sitz hat und sich als deutsche „Außenstation“ auf die WM 2010 vorbereitet. Aber auch in Deutschland werden die Vorbereitungen intensiv vorangetrieben. Das Bundesministerium des Innern (BMI) befasst sich seit dem Konföderationen-Cup im Juni 2009 mit den Sicherheitsvorbereitungen. Inzwischen haben drei koordinierende Konferenzen unter Federführung des Inspekteurs der Bereitschaftspolizeien der Länder stattgefunden – die aktuellste am 28. April im Bundesinnenministerium in Berlin.
Ziel der bundesseitigen Koordination Sicherheit ist es, einen validen Überblick der Beratungs- und Unterstützungsleistungen für Südafrika zu erlangen und die Sicherheitsmaßnahmen zwischen dem Bund und den Bundesländern abzustimmen. Schwerpunkt der bund-länder- und ressortübergreifenden Sicherheitskonferenzen war eine Verzahnung der Sachstände in Bezug auf Erkenntnissen zur Gefährdungslage, die polizeiliche und nicht-polizeiliche Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich mit südafrikanischen Behörden sowie die Gewährleistung der Sicherheit anreisender deutscher Staatsbürger und Delegationen.
Seit Januar 2010 nehmen die Vorbereitungen richtig Fahrt auf. Deutschland hat sich mit seiner Mannschaft qualifiziert und wurde bei dem Festakt der Endspielauslosung dem 04. Dezember 2009 für die Gruppe D des Turniers ausgelost. Mit dem Spiel Deutschland gegen Australien startet am 13. Juni 2010 das deutsche WM-Team in Johannesburg in das Turnier. Am 23. Juni 2010 wird nach Spielen gegen Ghana, Serbien und Australien feststehen, ob die deutsche Mannschaft ins Achtelfinale kommt. Ab da wird es spannend – auch in Deutschland.
| Gruppe D | |||||||
| Spiel | Datum - Uhrzeit | Spielort | Ergebnis | ||||
| 7 | 13/06 20:30 | Durban | Deutschland | - | Australien | ||
| 8 | 13/06 16:00 | Tshwane/Pretoria | Serbien | - | Ghana | ||
| 21 | 18/06 13:30 | Nelson Mandela Bay/Port Elizabeth | Deutschland | - | Serbien | ||
| 24 | 19/06 16:00 | Rustenburg | Ghana | - | Australien | ||
| 39 | 23/06 20:30 | Johannesburg - JSC | Ghana | - | Deutschland | ||
| 40 | 23/06 20:30 | Nelspruit | Australien | - | Serbien | ||
Wer sich noch an das Sommermärchen von 2006 erinnert hat die „Geburtsstunde“ des Public Viewing miterlebt. Bis weit über eine Millionen Menschen verfolgten auf der Fanmeile vor dem Brandenburger Tor in Berlin die Endspiele um den Pokal. Für die meisten Bürgerinnen und Bürger, für die Fans und Landsleute ist es nicht möglich nach Südafrika zu reisen – die Spiele finden mit Sicherheit hier in Deutschland statt und viele Städte richten sich schon jetzt wieder auf Fanmeilen, Public Viewing Events etc. ein – sofern das National-Team erfolgreich ist.
So hat das Bundesministerium des Innern zusammen mit den Ländern über die 42. Sitzung des Unterausschusses Führung, Einsatz und Kriminalitätsbekämpfung, in dem die Polizeien der Länder und des Bundes vertreten sind, bereits im September 2009 einen Beschlussvorschlag für die polizeiliche Vorbereitung im Inland veranlasst. Sicherheit spielt für den friedlichen und fröhlichen Sport, die Freude der Fans eine wichtige Rolle – auch, wenn diese am besten eher beiläufig wahrgenommen wird. Aber sie ist Garant für entspannte Spiele und eine friedliche Öffentlichkeit. Auch wenn die jüngsten Ereignisse in Südafrika bzw. dem Afrikanischen Kontinent für Schlagzeilen sorgten – es wird von einem friedlichen Verlauf der Weltmeisterschaft ausgegangen. Südafrika unternimmt zudem gewaltige Anstrengungen ein guter Gastgeber für die Welt zu sein. Dafür hat allein das WM Land 2006 – Deutschland – über Jahre mit rund 150 Beratungs- und Unterstützungsleistungen aus den ehemaligen WM-Bundesländern und dem Bund beigetragen bzw. südafrikanische Delegationen empfangen, beraten und über die gewonnene Erfahrungen aus der Weltmeisterschaft informiert. Dabei standen insbesondere die nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr, z.B. Rettungswesen und Katastrophenschutz, Übungen und Hilfestellungen unter dem Motto „Wir reichen die Hand“ im Fokus. In Südafrika gehört der Kampf gegen die Kriminalitätslage zu den Herausforderungen des Landes. Der South African Police Service (SAPS) hat vorbereitend zur WM 2010 seine Mannstärke auf 188.000 Beamte aufgestockt und konzentriert sich u.a. auf die Sicherheit in den Stadien, den touristischen Zentren, Hotels, Fan-Parks und Restaurants.
Reise- und Sicherheitshinweise für das Land haben daher als Präventivmaßnahmen einen hohen Stellenwert. Andere Länder – andere Sitten – andere Maßnahmen. Für Südafrika haben das Auswärtige Amt und der Deutsche Fußball-Bund miteinander beraten und im Internet viele Informationen in zwei Sprachen eingestellt. Und unter der DFB- Homepage findet sich zudem ein Fanguide mit Hilfen und Tipps.
- Datum
- 28.04.2010





