Familie in der Hochschule
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird sich der Wettbewerb um hoch qualifiziertes Personal gerade in Ostdeutschland spürbar verschärfen. Die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Regionen wird sich daher auch daran entscheiden, ob sie Fachkräften und ihren Familien attraktive Arbeits- und Lebensbedingungen bieten können. Hochschulen können hier einen wesentlichen Beitrag leisten und eine Zugkraft für die Regionen entwickeln, da sie nicht nur Ausbildungsstätte, sondern auch zentraler Ort in der Lebensplanung für gut qualifizierte Menschen sind.
Sie können für hochqualifizierte Menschen und potenzielle Eltern günstige Voraussetzungen schaffen, in dieser Lebensphase eine Familie gründen zu können. Studierende und junge Akademikerinnen und Akademiker finden bislang jedoch bei der Familiengründung noch wenig Unterstützung im Umfeld ihrer Hochschule. Hochschulen tragen wesentlich zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses in Deutschland bei, daher ist gerade die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der neuen Bundesländer eng mit dem Hochschulstandort Ostdeutschland verknüpft. Denn hier verläuft die demografische Entwicklung schneller und auch dramatischer als im westlichen Bundesgebiet. Insbesondere hochqualifizierte Arbeitskräfte werden daher knapp.Mit dem Projekt "Familie in der Hochschule" werden daher folgende Ziele verfolgt:
- Vorantreiben des gesellschaftspolitischen Wandels hin zur familienfreundlichen Hochschule;
- Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen vor allem in Ostdeutschland durch familienfreundliche Konzepte und Förderung der regionalen Entwicklung durch spezifische Standortvorteile und Vernetzung sowie
- Sicherung des Fachkräftebedarfs durch attraktive und hilfreiche Rahmenbedingungen.
In den kommenden zwei Jahren sollen ausgewählte Hochschulen in einem Best Practice Club ausgesuchte Kernthemen, die für die Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen von Bedeutung sind, vertiefen und dafür Werkzeuge und Methoden zu entwickeln, mit deren Hilfe die Familienfreundlichkeit an Hochschulen an verschiedenen Stellen verbessert werden kann. Diese Handreichungen sollen für weitere Hochschulen zur Verfügung stehen und so aufbereitet werden, dass sie übertragbare Handlungsanweisungen und "Werkzeuge" enthalten.
Das Projekt wird durch den Bund mit rd. 250.000 Euro gefördert.




