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Landesflaggen der ostdeutschen Bundesländer

Arbeit und Ausbildung fördern

Integrierte Arbeitsmarktpolitik für zukunftsfähige Ausbildung und Beschäftigung

Die Arbeitsmarktsituation in den neuen Ländern hat sich seit 2005 erfreulich entwickelt und weiter ausdifferenziert. In den letzten sechs Jahren ist die Arbeitslosigkeit um etwa 692.000 Personen gesunken und erreichte im Frühsommer 2011 den niedrigsten Stand seit 1991.

Vor allem für qualifizierte Fachkräfte und Bewerberinnen und Bewerber um eine Berufsausbildung hat sich die Lage deutlich verbessert. Gute Beschäftigungschancen bestehen für Qualifizierte und Fachkräfte, insbesondere in der Industrie. Diese Entwicklung auf dem ostdeutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt wird sich auch aufgrund des demografisch bedingten Rückgangs jugendlicher Bewerberinnen und Bewerber um Berufsausbildungsstellen und Arbeitnehmer in den nächsten Jahren weiter verstärken.

Auch wenn die Gesamtentwicklung in den neuen Ländern erfreulich ist, ist die Arbeitslosenquote nach wie vor noch signifikant höher als in den alten Ländern (Osten 10,9 Prozent, Westen 5,8 Prozent).

Bildungs- und Beschäftigungsförderung für bessere Chancen am Arbeitsmarkt

Für bestimmte Gruppen bleiben die Probleme auf dem Arbeitsmarkt hoch, vor allem für Langzeitarbeitslose, Ältere, Personen mit geringer Qualifikation oder Schulabbrecher. Daher hat die Bundesregierung in den vergangenen Jahren bundesweit zielgruppenspezifische Maßnahmen und Regelungen in der Bildungs- und Beschäftigungsförderung gestartet, die diesen Menschen bessere individuelle Chancen am Arbeitsmarkt ermöglichen sollen:

  • „Perspektive 50plus“ (Eingliederungszuschuss für Ältere und Entgeltsicherung für ältere Arbeitnehmer),
  • „Initiative Neue Qualität der Arbeit – INQA“,
  • „Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs“ (verlängert bis bis 2014 mit neuen Schwerpunkten, um jungen Menschen den Weg in die Berufsausbildung zu erleichtern,
  • „Bildungskette“(gestartet im Herbst 2010), führt neue und bekannte Förderinstrumente zusammen, um den Übergang von der Schule in die duale Ausbildung zu optimieren und Abbrüche zu vermeiden,
  • Modellprojekt "Bürgerarbeit".

Sicherung des qualifizierten Nachwuchses

Die Sicherung des Fachkräftenachwuchses in den neuen Ländern bekommt immer mehr Bedeutung. In einzelnen Regionen und Branchen sind allerdings bereits Engpässe spürbar und auch weiter absehbar: Umfragen zufolge wird der Bedarf an Arbeitskräften mit Hochschulabschluss weiterhin steigen. Gleichzeitig können wegen des Geburtenrückgangs nachrückende Altersgruppen mengenmäßig kaum noch diejenigen Fachkräfte ersetzen, die aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden. In Ostdeutschland wird diese Entwicklung früher und stärker spürbar sein als in den westdeutschen Bundesländern. Mit der "Fachkräfteinitiative in ostdeutschen Zukunftsfeldern" fördert der Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer deshalb regionale Ansätze der Fachkräftesicherung in Ostdeutschland.

Angleichung der Einkommen

Eine differenzierte Situation zeigt sich bei den Verdienstmöglichkeiten. Ab 2008 gelten für Angestellte des Öffentlichen Dienstes in Ostdeutschland gleiche Verdienste wie in den alten Bundesländern. Damit hat sich im öffentlichen Sektor bis auf wenige Ausnahmen eine Gleichstellung vollzogen.

Größere Unterschiede in der Bezahlung zwischen Ost und West existieren in der privaten Wirtschaft. Im Schnitt werden dort knapp 79 Prozent der westdeutschen Durchschnittsverdienste erreicht. Gleichzeitig zahlen größere Unternehmen und Branchen mit hoher Tarifbindung wie zum Beispiel die Chemiebranche schon seit einiger Zeit Löhne und Gehälter, die nahe oder ganz auf Westniveau liegen. Ausschlaggebend dabei ist, dass Fachkräfte nur mit attraktiven Löhnen gewonnen und gehalten werden.

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