Informationsfreiheitsgesetz

Das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) schafft einen voraussetzungslosen Anspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen bei Behörden des Bundes.

Der Anspruch richtet sich auf Auskunft oder Akteneinsicht in der Behörde. Jeder ist anspruchsberechtigt (Jedermannrecht); eine eigene Betroffenheit – rechtlich oder tatsächlich – wird nicht verlangt. Der Anspruch richtet sich auf Auskunft oder Akteneinsicht in der Behörde. 

Der Informationsanspruch kann beschränkt sein, insbesondere durch öffentliche und private Belange der §§ 3 bis 6 IFG (Ausnahmegründe). Ausnahmegründe muss die Behörde darlegen.

Dem Informationszugang entgegenstehen können: 

  • § 3: öffentliche Belange. Keinen Informationszugang müssen die Nachrichtendienste eröffnen; dies gilt auch für sonstige öffentliche Stellen, soweit dort Tätigkeiten nach § 10 Nr. 3 des Sicherheitsüberprüfungsgesetzes betroffen sind (Bereichsausnahme). Für alle anderen Bereiche findet eine Einzelfallprüfung statt.
  • § 4: der behördliche Entscheidungsprozess, insbesondere ein laufendes Verwaltungsverfahren, soweit sonst eine Maßnahme vereitelt würde; 
  • § 5: der Schutz personenbezogener Daten Dritter; 
  • § 6: Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse sowie geistiges Eigentum.

Besondere Regelungen zum Informationszugang in Spezialgesetzen gehen dem Informationsfreiheitsgesetz vor und sperren einen Anspruch nach dem Informationsfreiheitsgesetz. Dies gilt unabhängig davon, ob die Spezialregelung enger oder weiter als das Informationsfreiheitsgesetz ist. Der Anspruch des Verfahrensbeteiligten auf Akteneinsicht, § 29 VwVfG, besteht neben einem Anspruch nach dem Informationsfreiheitsgesetz.

Informationen können kostenpflichtig sein.

Die Informationsgebührenverordnung (IFGGebV) des Bundesministeriums des Innern regelt Einzelheiten:

Der Informationszugang muss unverzüglich gewährt werden, nach Möglichkeit binnen eines Monats. Überschreitungen der Frist sind von der Behörde zu begründen.

§ 11 Abs. 2 IFG gibt den Behörden des Bundes sogenannte "Veröffentlichungspflichten" auf. Nach Maßgabe des Informationsfreiheitsgesetzes werden der Organisationsplan sowie der Aktenplan des Bundesministeriums des Innern allgemein zugänglich gemacht. Einzelheiten zur Systematik und Ausgestaltung des Aktenplans können der Registraturrichtlinie für das Bearbeiten und Verwalten von Schriftgut in Bundesministerien entnommen werden.

Hinweise zur fachlichen Bearbeitung der Informationsanträge geben die Anwendungshinweise des BMI in der Bekanntmachung vom 21.11.2005, GMBl 2005, S. 1346.

Anträge für amtliche Informationen aus dem Bundesministerium des Innern richten Sie bitte unter dem Stichwort "IFG" an das Bundesministerium des Innern, 11014 Berlin.

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