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Muslime in Deutschland

Studie zu Integration, Integrationsbarrieren, Religion und Einstellungen zu Demokratie, Rechtsstaat und politisch-religiös motivierter Gewalt

Eine von Prof. Dr. Peter Wetzels und Katrin Brettfeld (Universität Hamburg)  im Auftrag des Bundesministeriums des Innern erstellte Studie „Integration und Integrationsbarrieren von Muslimen in Deutschland“ erscheint heute in der Schriftenreihe "Schriften zur Inneren Sicherheit". Damit liegen fundierte Erkenntnisse über die Einstellung in Deutschland lebender Muslime im Hinblick auf ihre soziale und politische Integration vor.  

Den Forscherinnen und Forschern ist es auf breiter empirischer Basis gelungen, Aufschluss über politische Einstellungsmuster und Handlungsorientierungen in Deutschland lebender Muslime zu erhalten. Die Studie trifft in höchstem Maße relevante Aussagen darüber, inwieweit sich Muslime in Deutschland mit dem Islam und mit der hiesigen Verfassungsordnung identifizieren.

Sie macht deutlich, in welchem Umfang die deutsche Verfassungsordnung zugunsten religiös motivierter radikaler Einstellungen abgelehnt wird. Die Studie beschränkt sich nicht auf die Phänomene "Terrorismus" und "politisch motivierte Gewalt". Sie untersucht auch deren Vorformen, das mögliche Rekrutierungsreservoir sowie Einstellungen zu Demokratie, Rechtsstaat und religiös-politisch motivierter Gewalt, die als "Resonanzboden" die Entfaltung eines islamistisch geprägten Extremismus begünstigen können.  

Die Studie bestätigt eindrucksvoll die Heterogenität der Muslime in Deutschland und die Vielschichtigkeit ihrer Einstellungen. Zugleich zeigt sie allgemein gültige Faktoren und Entwicklungen auf:Mangelhafte sprachlich-soziale Integration, Bildungsferne und die einseitige Ausrichtung auf nicht-deutsche Medien sowie der Rückzug in ethnisch-religiös geschlossene Milieus wirken sich in erheblichem Maße integrationshemmend aus. Dabei besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen defizitärer gesellschaftlicher Integration und fundamentaler religiöser Orientierung.  

Die Studie macht deutlich, wie wichtig es ist, Radikalisierungsprozesse möglichst frühzeitig zu erkennen und aufzuhalten. Staat und Gesellschaft müssen daher im interkulturellen Dialog mit den Muslimen Perspektiven für eine gemeinsame Zukunft in unserem Land entwickeln. Die Deutsche Islam Konferenz leistet hierzu einen wesentlichen Beitrag.

Die Studie kann als Paperback unter folgender Adresse angefordert werden: 

Publikationsversand der Bundesregierung
Postfach 481009
18132 Rostock

Telefon: 01805 778090
Fax: 01805 778094 

Bestellung per E-Mail: publikationen@bundesregierung.de

Erscheinungsdatum
18.12.2007


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