"Der Sport genießt eine herausragende Stellung"
- Anlass
- 1. Jahrestag der Gründung des Deutschen Olympischen Sportbundes
- Datum
- 20.05.2007
- Ort
- Berlin
- Redner
- Dr. Wolfgang Schäuble
Der Fusionsprozess zwischen dem Deutschen Sportbund und dem Nationalen Olympischen Komitee fand am 20. Mai 2006 in der Frankfurter Paulskirche mit der Gründung des Deutschen Olympischen Sportbundes seinen festlichen Abschluss. Vorausgegangen waren intensive Arbeiten und Überlegungen zur Neuausrichtung und zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Deutschen Sports, die sowohl von den Befürwortern als auch von den Kritikern der Fusion – bisweilen ausgesprochen temperamentvoll – begleitet wurden. Dass mit so großer Leidenschaft über die organisatorischen – also eher äußeren – Rahmenbedingungen des Sports diskutiert wird, zeigt, wie viel Enthusiasmus und Emotion im Sport zu finden sind. Der Sport genießt in Deutschland eine herausragende Stellung, die viele und vieles bewegt.
Die Fusion von DSB und NOK war der richtige Schritt, um – auch im Hinblick auf die immer globaler werdenden Herausforderungen – die Interessen des deutschen Sports in einer noch leistungsfähigeren Organisation zu vereinen und einen einheitlichen Ansprechpartner für die Bundesregierung zu schaffen. Bundesregierung und DOSB haben sich auf der Gründungsversammlung nicht nur wechselseitig der guten Zusammenarbeit versichert, sondern diesen Worten auch Taten folgen lassen. Ein Beispiel dafür ist die schwierige Dopingproblematik, die wir gemeinsam lösen müssen und werden. Zügig und mit großem Engagement hat der DOSB auch die sportfachlichen Weichenstellungen für ein erfolgreiches Abschneiden deutscher Athletinnen und Athleten bis zu den Olympischen Sommerspielen 2016 eingeleitet und die ersten konzeptionellen Grundlagen für die entsprechenden Förderprogramme formuliert.
Im deutschen Sport mit seinen 27 Millionen Mitgliedschaften, 4,5 Millionen ehrenamtlichen Helfern und 90.000 Turn- und Sportvereinen warten noch vielfältige Aufgaben auf den DOSB. Der Sport wird und soll sich diesen Aufgaben mit dem Prinzip der Eigenverantwortlichkeit und Autonomie widmen. Das bedeutet nicht, dass die Bundesregierung den Sport alleine lässt. Als der für den Sport zuständige Bundesminister werde ich den DOSB so gut wie möglich bei seinen umfangreichen Aufgaben unterstützen, damit der Sport in Deutschland, aber auch international seine wichtige Funktion weiterhin erfolgreich wahrnehmen kann.
Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem DOSB – zum Wohle unserer Sportlerinnen und Sportler und der Sportnation Deutschland.
Dr. Wolfgang Schäuble, MdB
Bundesminister des Innern
