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Asyl und Flüchtlingsschutz Migration und Integration Pressemitteilung 09.02.2015 25.042 Asy­lan­trä­ge im Ja­nu­ar 2015

Im Januar 2015 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 25.042 Asylanträge gestellt.

Dies bedeutet einen Anstieg von 73,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat Januar 2014. Davon waren 21.679 Erstanträge und 3.363 Folgeanträge.

Entschieden hat das Bundesamt im Januar 2015 über die Anträge von 17.835 Personen. 7.780 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (43,6 Prozent aller Asylentscheidungen).

Zudem erhielten 124 Personen (0,7 Prozent) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei 137 Personen (0,8 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Die Zahlen im Einzelnen:

Die Zahl der Asylbewerber ist nicht nur gegenüber dem Vorjahresmonat um 10.579 Personen (+73,1 Prozent), sondern auch gegenüber dem Vormonat um 4.658 Personen (+22,9 Prozent) gestiegen.

Hauptherkunftsländer im Januar 2015 waren:
Zum Vergleich:November 2014Dezember 2014Januar 2015
 1.Syrien5.2255.0215.530
 2.Kosovo1.6221.9563.630
 3.Serbien3.5703.3693.328
 4.Albanien8999401.648
 5.Afghanistan7988251.162
 6.Irak7986691.065
 7.Mazedonien926689919
 8.Bosnien-Herzegowina951776703
 9.Eritrea1.227718626
10.Ungeklärt507494510
Die Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern im Januar 2015:
AsylanträgeErstanträgeFolgeanträge
Gesamt25.04221.6793.363
davon:
Syrien5.5305.340190
Kosovo3.6303.034596
Serbien3.3282.0421.286
Albanien1.6481.59850
Afghanistan1.1621.12933
Irak1.065901164
Mazedonien919540379
Bosnien-Herzegowina703441262
Eritrea6266206
Ungeklärt51047535

Die Zahl der Asylerstanträge im Januar 2015 (21.679) stieg damit gegenüber dem Vorjahresmonat (12.556 Erstanträge) um 72,7 Prozent und gegenüber dem Vormonat (17.059 Erstanträge) um 27,1 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Kosovo und Serbien.

Die Zahl der Asylfolgeanträge im Januar 2015 (3.363) stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat (1.907) um 76,4 Prozent und gegenüber dem Vormonat (3.325) um 1,1 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Kosovo und Mazedonien.

Im Januar 2015 hat das Bundesamt über die Anträge von 17.835 Personen (Vorjahresmonat: 10.655, Vormonat: 15.655) entschieden. 7.780 Personen (43,6 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. August 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 251 Personen (1,4 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 7.529 Personen (42,2 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Im Januar 2015 erhielten 124 Personen (0,7 Prozent) nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU.

Darüber hinaus hat das Bundesamt im Januar 2015 bei 137 Personen (0,8 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 4.679 Personen (26,2 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 5.115 Personen (28,7 Prozent).

Ende Januar 2015 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 178.250, davon 158.361 als Erstanträge und 19.889 als Folgeanträge (Vormonat: 169.166 anhängige Verfahren, davon 150.257 Erst- und 18.909 Folgeanträge; zum 31. Januar 2014 99.999 anhängige Verfahren, davon 90.083 Erst- und 9.916 Folgeanträge).

Weitere Informationen finden Sie unter www.bamf.de.

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