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Asyl und Flüchtlingsschutz Migration und Integration Pressemitteilung 07.02.2014 14.463 Asy­lan­trä­ge im Ja­nu­ar 2014

Im Januar 2014 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 14.463 Asylanträge gestellt, 76,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat Januar 2013.

Davon waren 12.556 Erstanträge und 1.907 Folgeanträge. Dies stellt gegenüber Januar 2013 eine Steigerung von 71,3 Prozent bzw. 123,3 Prozent dar.

Entschieden hat das Bundesamt im Januar 2014 über die Anträge von 10.655 Personen. 1.463 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (13,8 Prozent aller Asylentscheidungen).

Zudem erhielten 633 Personen (5,9 Prozent) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei 125 Personen (1,2 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Die Zahlen im Einzelnen:

Aktueller Monat

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben im Januar 2014 14.463 Personen Asyl beantragt, davon 12.556 als Erstanträge und 1.907 als Folgeanträge. Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vorjah-resmonat um 6.277 Personen (76,7 Prozent) und gegenüber dem Vormonat um 3.435 Personen (31,2 Prozent) gestiegen.

Hauptherkunftsländer im Januar 2014 waren:

                                                               Zum Vergleich
  Nov. 2013Dez. 2013Jan. 2014
 1.Serbien2.6132.4162.548
 2.Syrien1.5561.0631.734
 3.Mazedonien1.3577751.024
 4.Afghanistan8416751.015
 5.Bosnien Herzegowina692513775
 6.Russische Föderation506487642
 7.Somalia590380592
 8.Kosovo450460555
 9.Eritrea893666502
10.Pakistan374262424

Die Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern im Januar 2014:

 AsylanträgeErstanträgeFolgeanträge
Gesamt 14.46312.5561.907
davon:
Serbien2.5481.776777
Syrien1.7341.63797
Mazedonien1.024746278
Afghanistan1.01595560
Bosnien Herzegowina775618157
Russische Föderation642533109
Somalia59258210
Kosovo555451104
Eritrea5024993
Pakistan42440321

Die Zahl der Asylerstanträge im Januar 2014 (12.556) stieg damit gegenüber dem Vorjahresmonat (7.332 Erstanträge) um 71,3 Prozent und gegenüber dem Vormonat (9.218 Erstanträge) um 36,2 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Syrien und Afghanistan.

Die Zahl der Asylfolgeanträge im Januar 2014 (1.907) stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat (854) um 123,3 Prozent und gegenüber dem Vormonat (1.810) um 5,4 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina.

Im Januar 2014 hat das Bundesamt über die Anträge von 10.655 Personen (Vormonat: 6.170, Vorjahresmonat: 4.741) entschieden.

1.463 Personen (13,8 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 156 Personen (1,5 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 1.307 Personen (12,3 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Seit dem 1. Dezember 2013 ist der subsidiäre Schutz nicht mehr im Aufent-haltsgesetz, sondern in § 4 des Asylverfahrensgesetzes geregelt (Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie 2011/95/EU vom 28. August 2013, BGBl. I S. 3474). Die Zuerkennung subsidiären Schutzes nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes und die Feststellung eines Abschiebungsverbotes nach § 60 Absatz 5 oder 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes wird beginnend mit dieser Statistik getrennt ausgewiesen.

Im Januar 2014 erhielten 633 Personen (5,9 Prozent) nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU.

Darüber hinaus hat das Bundesamt im Januar 2014 bei 125 Personen (1,2 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 3.512 Personen (33,0 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 4.922 Personen (46,2 Prozent).

Ende Januar 2014 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 99.999, davon 90.083 als Erstanträge und 9.916 als Folgeanträge (Vormonat: 95.743 anhängige Verfahren, davon 86.694 Erst- und 9.049 Folgeanträge).

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