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Sicherheit Terrorismusbekämpfung Pressemitteilung 31.08.2012 Bun­desin­nen­mi­nis­ter hält an In­itia­ti­ve Si­cher­heits­part­ner­schaft fest

Vier von sechs muslimischen Organisationen haben heute erklärt, ihre Zusammenarbeit mit dem Bundesinnenministerium im Rahmen der Initiative Sicherheitspartnerschaft zu beenden. Aus Sicht des Bundesinnenministeriums ist die im vergangenen Jahr gegründete Initiative Sicherheitspartnerschaft weiterhin notwendig und sinnvoll. Sie ist ein wichtiges Instrument, um dem Phänomen der Radikalisierung von Jugendlichen und jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund entgegenzutreten.

Hierzu erklärt Bundesminister Dr. Hans-Peter Friedrich:

"Ich bedauere den Schritt der vier islamischen Verbände, aus der Sicherheitspartnerschaft auszutreten. Ich werde die Sicherheitspartnerschaft fortsetzen und habe die Hoffnung, dass die Verbände im Sinne des gemeinsamen Kampfes gegen den Terrorismus sich eines Besseren besinnen."

Die Begründung, mit der vier muslimische Verbände erklärt haben, ihre Mitarbeit einzustellen, überzeugt das Bundesinnenministerium nicht. Die Anzeigenkampagne ist keine "Steckbriefkampagne". Sie wendet sich ersichtlich gegen terroristische Anwerbeversuche. Sie greift die Sorge von Familien vor einer möglichen Radikalisierung ihrer Kinder auf.

Kurz vor Kampagnenstart, am 21. August 2012, wurden die Plakatmotive während einer Sitzung im Bundesinnenministerium den Vorsitzenden bzw. den autorisierten Vertretern der in der Initiative Sicherheitspartnerschaft beteiligten Verbände ausgehändigt und gezeigt. Sie sind vorab um ihre Meinung gebeten worden. Alle Beteiligten haben die Plakate für gut geeignet befunden.

Die Initiative Sicherheitspartnerschaft ist darauf angelegt, auch kontroverse Positionen zuzulassen und auszutauschen. Meinungsunterschiede müssen thematisiert werden. Das gehört zu einer offenen Gesellschaft dazu. Nur gemeinsam werden wir erfolgreich gegen Terrorismus bestehen.

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