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PRESSEMITTEILUNG Informationsgesellschaft Pressemitteilung 09.02.2010 Sa­fer In­ter­net Day 2010: Bun­desin­nen­mi­nis­te­ri­um un­ter­stützt Pro­vi­der bei Bot­netz-Be­kämp­fung

Am heutigen Safer Internet Day 2010 finden weltweit Aktionen für mehr Sicherheit im Internet statt. Diesem Ziel dient auch die "Anti-Botnet-Initiative" des Verbandes der Deutschen Internet-Wirtschaft eco, für die das Bundesministerium des Innern jetzt 2 Millionen Euro aus dem IT-Investitionsprogramm bereitstellt.

In Japan, Australien und Südkorea haben vergleichbare Initiativen zu einem messbaren Rückgang des Botnetz-Aufkommens geführt.

Hierzu erklärt Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière: "Botnetze stellen aktuell die virulenteste Gefährdung für das Internet sowie die angeschlossenen Infrastrukturen dar. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Die "Anti-Botnet-Initiative" des eco-Verbandes ist in diesem Zusammenhang ein gelungenes Beispiel privatwirtschaftlicher Verantwortungsübernahme."

Ein Bot ist ein Programm aus dem Internet, das sich auf dem Rechner eines Nutzers ohne dessen Wissen heimlich installiert. Die Schadsoftware wird dabei meist über manipulierte E-Mails oder infizierte Internetseiten verteilt. Durch den Zusammenschluss vieler Bot-infizierter Rechner entsteht ein Botnetz, das zum Beispiel zum Angriff auf Websites, zum massenhaften Versand von Spams oder auch zum Identitätsdiebstahl benutzt werden kann. Aufgrund ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten stellen Botnetze derzeit die größte Gefährdung im Internet sowie für die angeschlossenen kritischen Infrastrukturen dar.

Im Rahmen der "Anti-Botnet-Initiative" sollen Nutzer, deren Rechner ohne ihr Wissen Teil eines Bot-Netzes geworden sind, durch ihren Provider hierüber informiert werden. Zugleich werden sie kompetente Unterstützung bei der Beseitigung der Schadsoftware erhalten. Dabei sollen den betroffenen Nutzern in einem ersten Schritt auf einer Internetseite Informationen und Hilfsmittel zur Selbsthilfe zur Verfügung gestellt werden. Sollte dies nicht ausreichend sein, steht darüber hinaus eine Hotline, ein anbieterübergreifendes Beratungszentrum telefonisch zur Beratung zur Verfügung und erläutert die Schritte zur Beseitigung des Schadprogramms sowie zur nachhaltigen Absicherung des PCs.

Bei der Gestaltung des Beratungsangebots für die Bürgerinnen und Bürger wird dasBundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit seiner technischen Expertise dem eco-Verband, dem die alleinige Federführung für das Projekt zukommt, Hilfe leisten.

Das Bundesministerium des Innern gewährt dem eco-Verband aus den Mitteln des IT-Investitionsprogramms eine Anschubfinanzierung in Höhe von 2 Millionen Euro. Die Mittel werden in Form einer einmaligen Zuwendung zur Verfügung gestellt.

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