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De-Mail geht in die Testphase: So einfach wie E-Mail und so sicher wie die Papierpost

Dr. Hans Bernhard Beus, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik, hat heute auf einer Pressekonferenz in Berlin den morgigen Beginn der Pilotierung von De-Mail angekündigt:

"Mit der De-Mail wird Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Verwaltung eine einfach zu nutzende Technologie angeboten, um sicher, rechtsverbindlich und vertraulich im Internet miteinander zu kommunizieren. Das ist im E-Business ebenso wichtig wie im E-Government."

Die Rahmenbedingungen für die sichere und vertrauliche Kommunikation im Internet - und damit für mehr Selbstbestimmung in der Informationsgesellschaft - werden vom Staat bestimmt. Die Umsetzung von De-Mail in Form konkreter Produkte bzw. Dienste erfolgt durch interessierte Unternehmen, die sich an diesen Rahmen halten. Auf diese Weise entsteht mit De-Mail eine flächendeckende und gleichzeitig wettbewerbsfreundliche Infrastruktur für sichere elektronische Kommunikation, die voraussichtlich ab dem kommenden Jahr bundesweit genutzt werden kann.

Neben wichtigen Unterstützern wie dem Hightech-Verband BITKOM und dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. ist es dem Engagement der Internet Service Provider 1&1 Internet AG mit GMX und WEB.DE, sowie T-Home und T-Systems zu verdanken, dass De-Mail inzwischen soweit ausgereift ist, dass die Pilotierung am 9. Oktober 2009 in der Stadt Friedrichshafen am Bodensee begonnen werden kann.

Bei der bundesweiten Einführung von De-Mail werden die Anbieter durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) akkreditiert. "Bürgerinnen und Bürger, die De-Mail nutzen wollen, können sich auf die von den Providern bereitgestellte Sicherungsinfrastruktur verlassen. Denn die Anbieter müssen vorab definierte Anforderungen an die Sicherheit im Rahmen einer sorgfältigen Überprüfung durch das BSI nachweisen und zwar bevor sie in Betrieb gehen", erläuterte Dr. Hartmut Isselhorst, Abteilungspräsident im BSI auf der heutigen Pressekonferenz. Abgesicherte Anmeldeverfahren und Verbindungen zu dem Provider sowie verschlüsselte Transportwege sorgen dabei für einen rechtsverbindlichen De-Mail-Versand und -Empfang.

"Die De-Mail macht E-Mails sicher, und zwar für alle. De-Mails sind vertraulich wie ein persönlich überreichter Brief und komfortabel wie ein Mausklick. Die De-Mail wird E-Government und E-Commerce so richtig in Schwung bringen", prophezeite Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Hightech-Verbands BITKOM.

An der Entwicklung von De-Mail beteiligen sich vier Internet Service Provider. Auf der heutigen Pressekonferenz erläuterten sie ihre Motive für die Beteiligung an dem Projekt. Jürgen Schulz, Leiter Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber, T-Systems: "Erstmals haben wir die Chance, dass sich vertrauliche, fälschungssichere und rechtsverbindliche elektronische Kommunikation deutschlandweit durchsetzt. Die Deutsche Telekom und T-Systems unterstützen dieses wichtige Projekt deshalb mit besonderem Engagement. Und wir freuen uns sehr darüber, dass der Startschuss für die De-Mail in unserer Zukunftswerkstatt T-City fällt."

Für die 1&1 Internet AG, sprach Tino Anic, Head of Portal Applications: "Das gemeinsame Ziel unserer Marken GMX und WEB.DE ist es, für die Art von elektronischer Kommunikation, die eine hohe, standardisierte Rechtssicherheit und Rechtsverbindlichkeit erfordert und daher aktuell noch in Papierform erfolgt, ein entsprechendes digitales Angebot für unsere Nutzer zu schaffen."

Christoph Schmallenbach, Mitglied des Vorstandes, Generali Deutschland Holding AG sowie Mitglied des Ausschusses Betriebswirtschaft und Informationstechnologie des GDV e.V.: "In einer Welt, in der das Internet unverzichtbar geworden ist, hat die elektronische Kommunikation auch in der Versicherungswirtschaft eine zentrale Bedeutung, die in Zukunft noch weiter zunehmen wird. Um den zu Recht hohen Anforderungen an eine datengeschützte und sichere E-Mail-Kommunikation Rechnung zu tragen, gilt es nun, EINE für alle zugängliche Infrastruktur zu schaffen. Die deutsche Versicherungswirtschaft hat sich daher im Projekt "Bürgerportale/De-Mail" im Sinne ihrer Kunden und Partner von Anfang an aktiv eingebracht  und ist Vorreiter bei der Pilotierung.

Erscheinungsdatum
08.10.2009


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