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Bevölkerungsschutz Ehrenamt im Bevölkerungsschutz Nachricht 19.07.2017 Selbst- und Nach­bar­schafts­hil­fe wird in Kri­sen­fäl­len wich­ti­ger

Staatssekretärin Dr. Emily Haber zu Gast beim Sommersymposium des Deutschen Roten Kreuzes

Deutschland muss sich beim Bevölkerungsschutz besser auf große Krisensituationen vorbereiten. Zu dieser Einschätzung kommt das Deutsche Rote Kreuz beim diesjährigen DRK-Sommersymposium unter der Schirmherrschaft der Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Dr. Emily Haber. Unter dem Motto "Der Mensch im Mittelpunkt – Impulse für einen zukunftsfähigen Betreuungsdienst" diskutierten Expertinnen und Experten heute aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze im Bevölkerungsschutz.

Ehrenamt als Rückgrat des Bevölkerungsschutzes

Staatssekretärin Haber betonte dabei besonders die Bedeutung des Ehrenamtes.
"Um für Gefährdungslagen gut gerüstet zu sein, brauchen wir die Zusammenarbeit der staatlichen Stellen in Bund, Ländern und Kommunen, mit der Wirtschaft und den Hilfsorganisationen. Vor allem aber brauchen wir auch zukünftig viele hunderttausend Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren, damit im Ernstfall bundesweit weiterhin professionell Hilfe geleistet werden kann. Ehrenamtliches Engagement ist eine urdemokratische, aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Geschehen. Sie muss daher erhalten und gefördert werden", so Haber.

Staatsekretärin Haber zerschneidet ein rotes BandBild vergrößern Staatssekretärin Dr. Emily Haber und DRK-Generalsekretär Christian Reuter stellen eine Mobile Medizinische Versorgungseinheit in Dienst Quelle: DRK/Handelmann

Auch DRK-Generalsekretär Christian Reuter erklärte bei der Tagung: "Weltweit einzigartig ist, dass der Bevölkerungsschutz in Deutschland zu über 90 Prozent von ehrenamtlichen Personen getragen wird. Mit Recht findet daher auch das Ehrenamt in der neuen Konzeption zivile Verteidigung der Bundesregierung seine besondere Erwähnung".

Die rund 275.000 ehrenamtlichen Führungs- und Einsatzkräfte des DRK in den Bereitschaften, der Bergwacht, der Wasserwacht und der Wohlfahrt- und Sozialarbeit bildeten dabei zu einem großen Teil das Rückgrat des ehrenamtlich getragenen Bevölkerungsschutzes. Unterstützt werden sie dabei von rund 25.000 Rotkreuz-Schwestern sowie über 100.000 weiteren hauptamtlichen DRK-Mitarbeitern.

Sich selbst und anderen helfen, bis professionelle Hilfe kommt

DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters unterstrich zudem die Notwendigkeit von Selbst- und Nachbarschaftshilfe. "Wir müssen eine nationale Strategie entwickeln und umsetzen, die die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung und des ganzen Landes gegenüber großen Krisenszenarien stärkt. Dabei müssen wir auch die Bevölkerung zur Selbst- und Nacharschaftshilfe befähigen", so Seiters.

Die Selbst- und Nachbarschaftshilfe der Bevölkerung vor Ort stehe dabei keineswegs in Konkurrenz zu einem nationalen Krisenmanagement, erklärte DRK-Präsident Seiters weiter. Es seien vielmehr zwei sich ergänzende Systeme, die notwendig seien und deshalb jedes für sich mit personellen, materiellen und finanziellen Ressourcen untermauert werden müssten. Die Selbst- und Nachbarschaftshilfe solle deshalb einen größeren Stellenwert erhalten und vor allem die Zeit vom Ereignis bis zum Eintreffen der planmäßigen Hilfe überbrücken.

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