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Gesellschaft und Verfassung Demografie Nachricht 17.01.2013 "Freie Be­ru­fe als mo­der­ne Ver­tre­ter ei­ner So­zia­len Markt­wirt­schaft"

Neujahrsempfang des Bundesverbandes der Freien Berufe

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich folgte am gestrigen Abend der Einladung des Bundesverbandes der Freien Berufe und sprach beim Neujahrsempfang über die Rolle der Freien Berufe in der Sozialen Marktwirtschaft.

Friedrich lobte die knapp 1,2 Millionen Freiberufler in Deutschland als eine wesentliche Säule unserer Wirtschaft. "Sie verbinden Freiheit und Verantwortung. Das ist es, was auch die Soziale Marktwirtschaft ausmacht. Nur wer auf die Eigenverantwortung des einzelnen setzt, schöpft das kreative Potenzial der Menschen aus."

"Wer Mut zeigt, macht Mut."

"Die Wirtschafts- und Finanzmarktkrise hat Deutschland so gut überstanden, weil es in Deutschland so viele mutige Menschen wie Sie gibt, die Eigenverantwortung und Risikobereitschaft miteinander verbinden.", lobte Friedrich. Er verwies auf den Ausspruch des Theologen Adolph Kolping: "Wer Mut zeigt, macht Mut". Deshalb vertrauten die Menschen in Deutschland nach der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise wieder der Sozialen Marktwirtschaft – und damit dem freien Unternehmertum. Einer Allensbach-Umfrage zufolge bewerten 48 % der Bürger das deutsche Wirtschaftssystem positiv. Vor einigen Jahren waren es gerade mal 25 %. Zudem erhoben 2005 noch 55 % der Bürger den Vorwurf, die Marktwirtschaft sei nicht leistungsfähig. 2012 meinten dies nur noch 8%.

Bewältigung des demografischen Wandels

Gleichwohl stünden wir vor großen Herausforderungen, die von Politik und Wirtschaft nur gemeinsam gemeistert werden könnten. Friedrich verwies vor allem auf den demografischen Wandel. Der erfreuliche Gewinn an Lebenszeit ginge einher mit einer insgesamt sinkenden Bevölkerungszahl. Bis 2060 wird ein Bevölkerungsrückgang in Deutschland um etwa 21 Prozent prognostiziert.

"Auf die Probleme gebe es nur eine Antwort: das Vertrauen in die Soziale Markwirtschaft.", so Friedrich. Dazu gehöre es, die kreative Innovationskraft im eigenen Land optimal auszuschöpfen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Zudem forderte Friedrich "ein Höchstmaß an Flexibilität": Jedem Einzelnen müsse entsprechend seiner individuellen Lebenslage und seines Alters die Chance gegeben werden, seine Fähigkeiten zu entwickeln. "Wir müssen die Menschen dort abholen, wo sie sind", so Friedrich. "Flexibilität am Arbeitsplatz etwa wird von den tausenden Freiberuflern in Deutschland überhaupt erst ermöglicht". Dies fördere die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

IT-Sicherheit "made in Germany"

Friedrich richtete abschließend einen Appell an die Freiberufler, ihre eigenen IT-Systeme sicher zu halten. "IT-Sicherheit made in Germany" sei nicht nur ein wichtiger Standortfaktor. Sondern gerade die Freiberufler seien auch auf sichere IT-Systeme angewiesen, um ihre Dienstleistungen vertrauensvoll anbieten zu können. Nur mit effizienten Schutzmaßnahmen könnten die Risiken von IT-Angriffen minimiert werden.

Friedrich warb dafür, die Angebote des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnologie in Anspruch zu nehmen. Zudem verwies er auf die Hilfestellungen des "Vereins sicher im Netz e.V.".

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