Navigation und Service

IT und Netzpolitik IT Planungsrat von Bund und Ländern Nachricht 14.11.2012 Das Bun­desin­nen­mi­nis­te­ri­um auf dem 7. Na­tio­na­len IT-Gip­fel der Bundesregierung

Motto 2012 "digitalisieren_ vernetzen_ gründen"

Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft haben sich am 13. November 2012 in Essen zum siebten IT-Gipfel der Bundesregierung getroffen. Mit dabei waren auch der Bundesminister des Innern, Dr. Hans-Peter Friedrich, und die Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik, Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe. Der Boom des mobilen Internet und die rasante Verbreitung mobiler Endgeräte wie Smartphones und Tablets bildeten einen Schwerpunkt des diesjährigen IT-Gipfels. Einen wesentlichen Bestandteil der Veranstaltung stellte die Podiumsdiskussion "Mobile Sicherheit – Mobiles Leben" dar.

Im ersten Teil diskutierten Minister Dr. Friedrich, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Giesecke & Devrient, Dr. Karsten Ottenberg, der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar und die Vorsitzende der Geschäftsführung von IBM Deutschland, Martina Koederitz, verschiedene Fragen zur mobilen Sicherheit und zum Datenschutz mobiler Endgeräte. Einen Input aus der Sicht der Games-Entwicklerszene lieferte die Geschäftsführerin der sich in Gründung befindlichen Firma "chipyard5", Frau Christina Barleben.

Minister Dr. Friedrich auf der Podiumsdiskussion 'Mobile Sicherheit – Mobiles Leben' + Die Podiumsdiskussion "Mobile Sicherheit – Mobiles Leben" Quelle: Bildschön GmbH, Olaf Ziegler

Im zweiten Teil des Forums diskutierte Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe mit dem Vorstandsvorsitzenden der Software AG, Karl-Heinz Streibich, und Jonas Witt, Student des Hasso-Plattner-Instituts, zum Thema mobiles Leben. Rogall-Grothe betonte die hohe Kreativität und Flexibilität junger App-Entwickler. Dieses Potential gelte es für die öffentliche Verwaltung zu nutzen. Gleichzeitig seien offene Daten eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung interessanter öffentlicher Apps: "Mit dem E-Government-Gesetz wollen wir erreichen, dass Daten zur Verfügung gestellt werden, die in einem maschinenlesbaren Format vorliegen", machte Rogall-Grothe deutlich.

Im Anschluss stellte Rogall-Grothe der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die Informationsplattform "GovApps" vor. Auf dieser Plattform finden die Bürgerinnen und Bürger Apps für Smartphones, die von staatlichen Stellen bereitgestellt werden aber auch Apps von privaten Anbietern, die einen besonderen Mehrwert für die Öffentlichkeit bieten. "Mit "GovApps" haben diese mobilen Angebote nun einen gemeinsamen Platz – sozusagen das Rathaus im mobilen Internet.", so Rogall-Grothe. Zum Abschluss der Präsentation starteten Bundeskanzlerin Dr. Merkel und Rogall-Grothe einen App-Wettbewerb, der von der Zeitschrift eGovernment-Computing durchgeführt wird.

Bereist am Vortag des IT-Gipfels fand unter der Verantwortung der Arbeitsgruppe 4 des IT-Gipfels "Vertrauen, Datenschutz und Sicherheit im Internet" die Veranstaltung "Cybersicherheit in Deutschland gemeinsam gestalten" mit ca. 110 Teilnehmern statt, die live im Internet übertragen worden ist. Die AG 4 wird gemeinsam geleitet durch Minister Dr. Hans-Peter Friedrich und den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Giesecke & Devrient GmbH, Dr. Karsten Ottenberg.

Bundesinnenminister Dr. Friedrich skizzierte zu Beginn der Veranstaltung die aktuellen Herausforderungen für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft im Bereich der Cybersicherheit und erläuterte, dass sich die Gewährleistung von Sicherheit im Cyber-Raum und der Schutz kritischer Infrastrukturen vor IT-Angriffen zu den bedeutendsten Fragen des 21. Jahrhunderts entwickelt haben. Minister Dr. Friedrich berichtete über die vor dieser Ausgangslage von ihm in den vergangenen Monaten geführten Gespräche mit den Betreibern kritischer Infrastrukturen. Er skizzierte den sich aus den Ergebnissen dieser Gespräche ergebenden Bedarf für gesetzgeberische Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit in Deutschland. So soll u. a. eine Pflicht der Betreiber kritischer Infrastrukturen und Telekommunikationsanbieter zur Erfüllung von Mindestanforderungen an IT-Sicherheit und zur Meldung erheblicher IT-Sicherheitsvorfälle implementiert werden.

Weitere Referenten und Teilnehmer der sich anschließenden Podiumsdiskussion waren der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik, Michael Hange, Prof. Dr. Claudia Eckert von der TU München, der Vorstandsvorsitzende der secunet Security Networks AG, Dr. Rainer Baumgart und Reinhard Clemens, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG und CEO von T-Systems.

Weitere Nachrichten zum Thema
IT und Netzpolitik

Alle anzeigen

  • Empfehlen via Twitter - öffnet ein neues Browserfenster
  • Bookmarken via Google Plus - öffnet ein neues Browserfenster