Friedrich zu Besuch beim BSI
+ Im Gespräch mit Stefan Ritter, Leiter des IT-Lagezentrums und CERT-Bund
Quelle: BSI
Die Gewährleistung der Sicherheit unserer IT-Systeme ist eine zentrale Zukunftsaufgabe. Dabei haben die Anforderungen an die Cyber-Sicherheit weiter zugenommen. Aus diesem Grund wurde das IT-Lagezentrum des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Ende 2011 modernisiert sowie strukturell und personell vergrößert. Am 17. Februar machte sich Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich in Bonn selbst ein Bild davon. Friedrich hat das Thema Cyber-Sicherheit und den Schutz kritischer Infrastrukturen ganz oben auf seine Agenda gesetzt.
BSI-Präsident Michael Hange sowie der Leiter des IT-Lagezentrums, Stefan Ritter, führten den Minister durch die neu ausgestatteten Räumlichkeiten und erläuterten ihm die Technik, mit der die Mitarbeiter die IT-Sicherheitslage in Deutschland verfolgen. Das BSI betreibt das nationale IT-Lagezentrum zur Feststellung der Bedrohungslage und ist zentraler Ansprechpunkt für nationale und internationale Kontakte in Verwaltung und Wirtschaft. Der Aufbau des IT-Lagezentrums ist eine Maßnahme aus dem "Nationalen Plan zum Schutz der Informationsinfrastrukturen" (NPSI), den die Bundesregierung im Juli 2005 als übergreifende Dachstrategie zur IT-Sicherheit verabschiedet hat.
Aufgaben des Lagezentrums
Zentrale Aufgaben des IT-Lagezentrums sind es, jederzeit über ein verlässliches Bild der aktuellen IT-Sicherheitslage in Deutschland zu verfügen sowie den Handlungsbedarf und die Handlungsoptionen bei IT-Sicherheitsvorfällen sowohl auf staatlicher Ebene als auch in der Wirtschaft schnell und kompetent einschätzen zu können. Hierfür ist das Lagezentrum 24 Stunden am Tag für Bundesbehörden, Betreiber kritischer Infrastrukturen und Partner erreichbar. Täglich werten die Fachexperten über 80 offene und vertrauliche Quellen aus. Hinzu kommt die Beobachtung der Regierungsnetze und von Partnernetzen mit technischen Sensoren zur Frühwarnung. Rund umd die Uhr überwachen die Mitarbeiter auch die Erreichbarkeit der für die Bundesverwaltung relevanten "Top 100"-Webadressen. Die Ergebnisse werden in einem monatlichen Lagebericht zusammengefasst.
Das CERT-Bund (Computer Emergency Response Team; "Computernotfall-Team") ist ebenfalls Teil des Lagezentrums. Hierüber werden vorrangig die Kontakt zu nationalen und internationalen Partnern gehalten. Zur Beurteilung der IT-Sicherheitslage arbeitet das IT-Lagezentrum zudem eng mit dem Cyber-Abwehrzentrum zusammen. Dieses basiert auf der 2011 von der Bundesregierung beschlossenen "Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland" und erweitert damit den Betrachtungsrahmen auch auf Bereiche außerhalb der Bundesverwaltung.
- Datum
- 17.02.2012





