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IT und Netzpolitik Nachricht 30.11.2011 Fried­rich sieht Chan­cen des In­ter­nets

Minister für enge Verknüpfung von analoger und digitaler Welt

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich hat sich auf dem 3. Demokratie-Kongress der Konrad-Adenauer-Stiftung als großer Fan des Internets geoutet. Gespannt registrierten die rund 500 anwesenden Fachleute aus den Bereichen der politischen Bildung und der Online-Kommunikation, wie häufig Friedrich in seiner Grundsatzrede zum Thema "Politische Bildung im Zeitalter der Digitalisierung" auf eigene Ausflüge ins weltweite Netz verwies. So schilderte der Bundesinnenminister, wie gerne er mit seinem Sohn videotelefonierte, als dieser ein Jahr lang im Ausland lebte. Auch im politischen Alltag eröffne das Internet eine Möglichkeit, sich direkt über die wirkliche Stimmung der Menschen in Deutschland zu informieren, so Friedrich. Zwar ersetze der Blick ins iPad nicht das persönliche Gespräch, er sei aber eine gute Ergänzung.

Die einfachere Verfügbarkeit von Informationen sieht Friedrich als eine der größten Chancen der Digitalisierung: "Heute können wir uns ganze Bibliotheken in unsere Wohnzimmer laden." Gleichzeitig sprach Friedrich auch die Ängste an, die diese Entwicklung bei vielen Menschen hervorrufe. In der Tat bedeuten mehr Informationen nicht notwendigerweise mehr Orientierung. Bundesminister Friedrich ging sogar einen Schritt weiter und stellte fest, dass zu viele Informationen in manchen Fällen sogar "vom Kern der Wahrheit wegführen" könnten. Hier sieht Friedrich auch die politischen Stiftungen in der Pflicht. Diese sollen in seinen Augen nicht nur informieren, sondern müssen vor allem Orientierungswissen vermitteln. Friedrich forderte eine starke Rückbindung der digitalen an die analoge Welt. Die im Internet gewonnenen Informationen müssten anhand eines bereits zuvor geformten Wertegerüsts eingeordnet werden können. "Diese Verantwortung nimmt uns das Internet nicht ab", sagte Friedrich mit Blick auf den daraus resultierenden Bedarf an Orientierungswissen.

Als weitere Kernaufgabe der politischen Bildung benannte der Bundesinnenminister die Befähigung möglichst vieler Menschen zur Mitgestaltung der Politik. Friedrich verwies auch darauf, dass sich der mit politischem Engagement verbundene Aufwand durch die Digitalisierung enorm reduziert hat. So sei es heute möglich, eine Petition online auf den Weg zu bringen und auch im Internet Unterstützer zu aktivieren. Früher hätte der Petent dagegen einen Brief schreiben, viele Unterlagen zusammenstellen und zur Post gehen müssen, so Friedrich.

DiskussionBild vergrößernDiskussion Quelle: BMI/Hans-Joachim M. Rickel

Im Anschluss an seinen Redebeitrag stellte sich Friedrich der Diskussion mit den von der Konrad-Adenauer-Stiftung geladenen Gästen. Der Bundesinnenminister ging auch auf Zuhörer ein, die seinen Beitrag per Live-Stream verfolgt hatten und deren Fragen ins Plenum des Kongresses übertragen wurden.

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