Apps für Deutschland - Startschuss auf der Messe Moderner Staat
+ Messe Moderner Staat eröffnet
Quelle: BMI/Hans-Joachim M. Rickel
Der Bundesinnenminister ist auch im 15. Jahr der Messe Moderner Staat wieder deren Schirmherr und begrüßte am 8. November Fach- und Führungskräfte von Bund, Ländern und Kommunen, Experten aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft aus ganz Deutschland, die sich auf dieser führenden Veranstaltung für Verwaltungsmodernisierung zu ihren Fachthemen informierten.
Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich legte in seiner Eröffnungsrede einen Schwerpunkt auf die Herausforderungen, die der demografische Wandel unserem Land - den Menschen, der Verwaltung und der Wirtschaft - abfordert: "Die wichtigste Antwort auf Fragen der demografischen Herausforderung muss sein: Wir nutzen unser Potential. Bevor wir über Zuwanderung reden, müssen wir uns fragen: Wie schöpfen wir das Potential, das wir in Deutschland und in Europa haben, aus? Und dazu gehört für mich als besondere Herausforderung der ländliche Raum. Gesundheitsversorgung, Bildung, Kultur, Infrastruktur, Daseinsvorsorge im ländlichen Raum zu sichern, ist eine der großen Herausforderungen."
Friedrich wies auf zahlreiche Projekte und Maßnahmen des Bundesinnenministeriums hin, die die Verwaltung modernisieren und die den Alltag der Menschen in Deutschland komfortabler gestalten sollen. Dazu gehören z. B. De-Mail, die Online-Ausweisfunktion des neuen Personalausweises und die einheitliche Behördennummer D115 aber auch das Gesetzgebungsvorhaben zum E-Government.
Ferner rückte Friedrich in den Fokus, wie wichtig es sei, dass Behörden sich untereinander vernetzten und besser kooperierten, um Synergieeffekte zu erreichen: "Wir wissen, dass Verwaltung ressortübergreifend und länderübergreifend geht. Wir stellen das z. B. mit unserem Cyber-Abwehrzentrum unter Beweis, das wir am 1. April ins Leben gerufen haben. Dort agieren verschiedene Behörden mit unterschiedlichen Zuständigkeiten aber einem gemeinsamen Anliegen, einer gemeinsamen Herausforderung - nämlich Angriffe aus dem Internet und auf die Netze abzuwehren. Ferner arbeiten in unserem Gemeinsamen Terrorabwehrzentrum - das wir als Reaktion auf die terroristische Bedrohung geschaffen haben - auf verschiedenen Ebenen insgesamt 40 Behörden zusammen, um ein gemeinsames Problem zu lösen. Und diese Beispiele zeigen: Es geht."
Letztlich nannte der Minister die Bürgerbeteiligung als entscheidenden Baustein in einer zeitgemäßen Verwaltung. Dass Friedrich das Thema Bürgerbeteiligung am Herzen liegt, konnte der Messebesucher sogleich im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung erleben, wenn er dem Minister zum Messestand des Bundesinnenministeriums folgte. Hier eröffnete Friedrich nämlich feierlich den Wettbewerb "Apps für Deutschland". Mit diesem Wettbewerb werden innovative Applikationen (Apps) für PCs und Mobiltelefone, die auf Datensätzen der öffentlichen Verwaltung beruhen, gesucht. Damit soll das enorme Innovationspotenzial verdeutlicht und genutzt werden, das in öffentlichen Daten steckt. Hinter "Apps für Deutschland" stehen die Open Knowledge Foundation Deutschland, Government 2.0 Netzwerk Deutschland und Open Data Network, unterstützt vom Branchenverband BITKOM. Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich ist Schirmherr des Wettbewerbs. "Offenes Regierungshandeln, offenes Verwaltungshandeln - das ist das Gebot der Stunde! Unter dem Begriff Open Data will die Verwaltung ihre Daten, ihre Statistiken, ihre Informationen zur Verfügung stellen"
, erläuterte der Minister. Friedrich forderte Bürgerinnen und Bürger auf, ihre Ideen dazu, wie man aus den bestehenden Daten eine Anwendung mit Mehrwert schafft, im Rahmen des Wettbewerbs rege einzureichen: "Wir sind gespannt: Wir wollen die Kreativität unserer Bürger anregen und für uns nutzbar machen. In diesem Sinne eröffne ich den Wettbewerb!"
- Datum
- 08.11.2011





